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Demenz
Eine Demenz ist eine fast immer, aber nicht ausschließlich, im Alter auftretende Erkrankung des Gehirns, bei der es zu einer fortschreitenden Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit kommt. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, nur bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Maßgeblich ist der Verlust bereits erworbener Fähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung. Heute sind verschiedene, aber nicht alle Ursachen von Demenzen geklärt, und einige Formen können in einem gewissen Umfang behandelt werden, d.h. die Symptome können im Anfangsstadium einer Demenz verzögert werden.
Demenz ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Die Sinne (Sinnesorgane, Wahrnehmung) funktionieren im für die Person üblichen Rahmen. Gewöhnlich begleiten Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation die kognitiven Beeinträchtigungen; gelegentlich treten diese Syndrome auch eher auf. Sie kommen bei Alzheimer-Krankheit, Gefäßerkrankungen des Gehirns und anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn und die Neuronen betreffen.
Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Göttinger Forscher sind Ursache für Demenzerkrankungen nicht der Tod von Nervenzellen, wie bisher angenommen, sondern Störungen an Nervenzell-Kommunikationsknotenpunkten. Der Göttinger Neuropathologe Walter Schulz-Schaeffer und sein Kollege, der Biochemiker Michael Kramer, haben herausgefunden, dass die Zellen zunächst nicht untergehen, sondern nur in ihrer Funktion gestört sind.
Die häufigste Ursache einer Demenz ist die Alzheimersche Krankheit. Die zweithäufigste Ursache mit ca. 20 Prozent ist die gefäßbedingte Demenz. Aber auch bei zahlreichen anderen vor allem im Alter auftretenden Erkrankungen des Gehirns kann es sukzessive zum Auftreten einer sog. sekundären Demenz kommen, zum Beispiel beim Parkinson-Syndrom; bei Parkinsonpatienten treten aber auch demenzielle Erscheinungen auf, die auf einer jahrelangen Parkinson-Medikation beruhen.
Seltene Demenz-Ursachen sind Infektionskrankheiten wie HIV oder die Syphilis, die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, Normaldruckhydrocephalus, Stoffwechselstörungen wie der Vitamin B12-Mangel, oder auch seltenere neurodegenerative Erkrankungen wie z.B. die Chorea Huntington.
Die Demenz schränkt die Lebenserwartung ein. Die Demenz selbst ist aber nicht Todesursache, sondern die durch die Demenz begünstigten Erkrankungen.
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