Informationen zu Gastritis
Wählen Sie einen Bereich!
| Alzheimer | Arthrose | Demenz | Gastritis | Diabetes |
| Osteoporose | Parkinson | Rheuma | Inkontinenz | Multiple Sklerose - MS |
Gastritis
Gastritis (Magenschleimhautentzündung) ist eine Krankheit des Magens. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Gastritis.
Die akute Gastritis tritt plötzlich auf, und kann entstehen durch übermäßige Einnahme von Schmerzmitteln, Antibiotika, Lebensmittelvergiftungen, starken Alkoholkonsum, starkes Rauchen, Stress, schwere Verletzungen und Verätzungen durch Säuren und Laugen. Diese Faktoren zerstören die schützende Schleimschicht oberhalb der Magenschleimhaut, sodass die Magensäure Ulzerationen der Magenwand hervorruft.
Die Symptome einer Gastritis können Bauchschmerzen sein, die oft fehl gedeutet und daher nicht richtig diagnostiziert werden. Häufig zeigen sich Schmerzen, die nach dem Essen zunächst besser werden um dann mit der alten Heftigkeit zurückzukehren. Symptome einer Gastritis können weiterhin unspezifische Zeichen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen sein. Weiterhin kann es durch Blutungen zu Teerstuhl und Bluterbrechen kommen, was möglicherweise sogar zu einer Anämie führen kann. Die Behandlung der akuten Gastritis ist abhängig von der Schwere der Entzündung. Es werden Medikamente, die die Magensäure neutralisieren, Protonenpumpenhemmer und Antihistaminika (beides Medikamente, die die Produktion der Magensäure vermindern) gegeben. Die Beseitigung der Ursache wie zum Beispiel Medikamentenmissbrauch oder Stress ist wichtig. Wenn nicht ausreichend therapiert wird, besteht die Gefahr, dass sich eine chronische Gastritis oder ein Magengeschwür entwickelt
Die chronische Gastritis wird in mehrere Kategorien aufgeteilt:
Die A(utoimmun)-Gastritis ist eine Autoimmunkrankheit, deren Ursache noch nicht völlig aufgeklärt ist und macht etwa 5% der chronischen Gastritiden aus.
Die B(akterielle)-Gastritis wird durch das Bakterium Helicobacter pylori verursacht. Sie ist die häufigste Form der chronischen Gastritis. Das Bakterium produziert eine Große Menge des Enzyms Urease, welches in der Lage ist, Harnstoff in Ammoniak und CO2 zu spalten. Durch den basischen Ammoniak wird die Magensäure neutralisiert. Dies sichert dem Bakterium das Überleben. Das Einnisten in der Schleimschicht des Magens hat jedoch eine chronische Immunreaktion zur Folge, die die Magenschleimhaut vermutlich zerstört.
Die C(hemische)-Gastritis wird durch Reizung durch chemische Substanzen verursacht. Bestimmte chemische Substanzen können die Magensäureproduktion anregen, oder die Schutzschicht der Magenschleimhaut schwächen. Regelmäßiger Alkohol- oder Nikotin-Missbrauch kann zum Beispiel eine C-Gastritis hervorrufen.
Die D-Gastritis fasst diverse Sonderformen zusammen. Hierunter fällt die Gastritis durch seltene Erreger, die Morbus Crohn- Gastritis, kollagene Gastritis etc.
Die R-Gastritis ist refluxbedingt (häufiges Sodbrennen).
Symptome für chronische Gastritis sind unspezifisch, Unwohlsein, Bauchschmerzen und Erbrechen. Auch hier bessern sich die Beschwerden oft nach dem Essen, um dann erneut, oft sogar stärker, wiederzukehren.
Die Therapie erfolgt ähnlich der akuten Gastritis. Bei der A-Gastritis werden die Parietalzellen zerstört, die den Intrinsic- Faktor bilden. Daher ist die Aufnahme von Vitamin B12 gestört und muss lebenslang substituiert werden. Zur Eliminierung des H. pylori bei der B-Gastritis stehen verschiedene Therapie-Konzepte zur Verfügung. Diese bestehen meistens aus einer Dreifachtherapie mit einem Protonenpumpenhemmer und zwei Antibiotika, die je nach Schema über einen Zeitraum von 7-10 Tagen eingenommen werden müssen. Eine Gastritis - gerade die B-Gastritis - stellt eine Präkanzerose dar, d.h. die Wahrscheinlichkeit zur Ausbildung eines Magenkrebses ist erhöht. Dies erfordert möglicherweise eine chirurgische Intervention.
Wir danken der Website Wikipedia für die freundliche Unterstützung.
Alle Angaben ohne Gewähr. Änderung und Irrtum vorbehalten.
Nutzungshinweis!