Archiv der Kategorie ‘Warnung & Schutz‘

Bedenkliche Kontobewegungen

Mittwoch, den 20. August 2008

Eine 73- jährige Seniorin zeigte am Montag den 19.08.08 Abbuchungen in betrügerischer Absicht von ihrem Konto an. Bereits im Mai erhielt sie erstmalig Post von einer Düsseldorfer Firma, mit der sie vorher nie zu tun hatte. Diese Firma begrüßte die Frau als neues Mitglied und versprach große Geldgewinne. Ihr wurde schriftlich mitgeteilt, dass nun monatlich von ihrem Konto 39 Euro abgebucht würden. Die 73- Jährige begab sich zu ihrer Hausbank und musste feststellen, dass tatsächlich mehrfach unterschiedliche Beträge abgebucht wurden, obwohl sie dieser Firma nicht ihre Kontoverbindung mitgeteilt habe. Einen Teil der Beträge konnte sie noch stornieren. Es blieb ein Verlust von ca. 150 Euro übrig.

Die Polizei weist darauf hin, dass jeder Bürger regelmäßig seine Kontoauszüge auf Richtigkeit überprüfen sollte. Innerhalb von sechs Wochen nach der Abbuchung kann diese noch rückgängig gemacht werden.

Quelle: Polizei Brandenburg

Verbraucherzentrale warnt vor Gewinnspiel

Montag, den 18. August 2008

Monika Kuhn, vom Kundenservice, wartet mit einer “erfreulichen Mitteilung” auf. So jedenfalls steht es in dem Brief, vom Kundenservice „Das deutschlandweite Telefongewinnspiel“. Ein “Gewinn-PrĂĽfungs-Komitee” habe gleich “mehrfach durch Unterschriften beglaubigt”, dass ein Gewinn im Wert von 400 Euro “zugeteilt” wurde. Der Gewinn werde vom “persönlichen Kundenberater” in der “nahe gelegenen Zweigstelle” ĂĽberreicht. “Um eventuellen Anreiseproblemen vorzubeugen” wĂĽrden Busse eingesetzt. Das FrĂĽhstĂĽck sei kostenlos, beim Mittagessen ist nur die Rede davon, dass auch diesbezĂĽglich “bestens gesorgt” sei. Dass es kostenlos ist, heiĂźt das nicht. Mit dem “zugeteilten Gewinn” freilich mĂĽsse sich niemand begnĂĽgen: Zusätzlich hätten die Gewinner, und die gibt es massenhaft, noch einen “Nominierungspreis in Höhe von 1000 Euro erzielt” der “staatlich garantiert” wird.

Angesichts der Erfahrungen mit derartigen Unternehmen warnt Verbraucherschützer Joachim Geburtig vor allzu hohen Erwartungen. Die Einladung lässt eher auf eine Verkaufsveranstaltung schließen.

Die Verbraucherzentrale bietet ein kostenloses Faltblatt zum Thema Kaffeefahrten an. Es hilft zu erkennen, ob Werbeverkaufsveranstaltungen das Ziel von Gewinnmitteilungen sind, mit welchen Tricks die Veranstalter arbeiten und zeigt, welche Rechte Verbraucher bei übereilt abgeschlossenen Verträgen haben. Das Faltblatt „Kaffeefahrten: Tarnen, Täuschen, Abkassieren“ ist in allen Beratungsstellen des Landes erhältlich.

Quelle: Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e. V.

Vorsicht Einzugsermächtigung

Freitag, den 15. August 2008

Wie kommt das LottoTeam WinFonds an meine Bankverbindungsdaten? – fragte schon Anfang August ein Dresdner ganz entrüstet bei der Verbraucherzentrale Sachsen nach. „Und wie ist es möglich, dass einfach 70 Euro von meinem Konto abgebucht werden, obwohl ich dafür nie eine Einzugsermächtigung erteilt habe?“

Solche Berichte hat es bei der Verbraucherzentrale Sachsen in letzter Zeit häufiger gegeben, ohne dass darauf eine plausible Antwort möglich war.  Dabei war immer wieder von einer Firma LottoTeam Support GmbH mit Sitz in Köln die Rede und von einem Abo für eine Beteiligung an den LottoTeam WinFonds. „Seit dem 12. August 2008 haben sich fast 100 Betroffene in den Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen und an deren Telefonen gemeldet, um ihren Ärger mitzuteilen und Rat einzuholen.

Bankkunden müssen um ihr Geld fürchten, wenn sie eine unberechtigte Abbuchung nicht bemerken, denn es scheint derzeit keinen wirksamen Schutz vor unzulässigen Abbuchungen zu geben. Schließlich überraschte die LottoTeam-Anruferin den Dresdner Verbraucher mit der Aussage, dass sie seine Bankverbindungsdaten nur abgleichen wolle. Woher kannte sie diese Angaben? Hatte der Mann doch nie zuvor Kontakt mit dieser Firma.

Regelmäßige Kontrolle der Bankauszüge und schnelles Rückbuchen im Falle eines Missbrauchs, sind die ersten Maßnahmen, um das Konto vor dem Exodus zu retten. Aber warum soll immer nur der Kontoinhaber aktiv werden, aufpassen, prüfen, rückbuchen? Bei Ärgernissen mit Lastschriften muss man auch auf die Banken schauen. „Sie haben zu prüfen, ob tatsächlich eine Einzugsermächtigung vorliegt“, fordert die Verbraucherzentrale Sachsen. Liegt keine Einzugsermächtigung vor, weil die Lastschrift unbefugt mit den Kontodaten des Verbrauchers in Auftrag gegeben wurde, ist das  Betrug. Betroffene sollten in diesem Fall Anzeige erstatten empfiehlt die Verbraucherzentrale.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

BetrĂĽger mit Enkeltrick unterwegs!

Montag, den 28. Juli 2008

Nachdem bereits am 17.06.2008 eine 78-Jährige Seniorin in Werneuchen betrogen wurde ist es dem oder den Tätern nun offenbar gelungen eine 78-jährige Seniorin in Tempelfelde zu betrügen. Darüber hinaus hatten die Täter auch versucht eine 77-jährige Bernauerin um ihr Geld zu prellen. Hier hatte allerdings eine aufmerksame Nachbarin die Frau gewarnt, so dass ein Schaden verhindert werden konnte.

Wie der Polizei gestern Abend angezeigt wurde, hat ein unbekannter Mann am gestrigen Tage telefonischen Kontakt zu einer 77-jährigen Bernauerin aufgenommen und sich als ihr Schwiegersohn ausgegeben. Er bat sie dringend um Geld. Als Grund gab er an, dass er vom Zoll beim illegalen Zigarettenschmuggel erwischt worden sei, dort festgehalten werde und Strafe zahlen müsste. Er wollte eine andere Person schicken, dem sie das Geld dann übergeben sollte.

Ein weiterer Kontakt kam nicht zustande, weil die Adresse im Telefonbuch nicht mit der neuen Adresse der Frau übereinstimmte, was die Täter nicht wissen konnten. Darüber hinaus wurde die Frau auch von ihrer Nachbarin gewarnt, vorsichtig zu sein und niemandem das Geld auszuhändigen.

In einem weiteren Versuch gelang es dem oder den Tätern leider zum Ziel zu kommen. Hier handelte es sich um eine Frau aus Tempelfelde. Ihr wurde auch diese Geschichte erzählt, nur dass die Geschädigte glaubte mit ihrem Neffen zu sprechen. Diesmal fand eine Geldübergabe an einen unbekannten Mann  statt und die Täter erbeuteten einen Geldbetrag in dreistelliger Höhe.

Es ist nicht auszuschließen, dass der oder die Täter in den nächsten Tagen noch weiter agieren werden und nach Opfern suchen.

Vor diesen Hintergrund bitten die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Helfen Sie uns durch Aufklärung weitere Betrugsfälle zu verhindern. Zielgruppe dieser Täter sind hauptsächlich Senioren.

Es ist deshalb wichtig als Familienmitglieder, Verwandte, Nachbarn oder  Betreuer von älteren Bürgern, diese darauf hinzuweisen, dass die Möglichkeit besteht Opfer zu werden. Informieren Sie Senioren über die Vorgehensweise der Täter und geben Sie folgende Ratschläge:

Immer misstrauisch sein, wenn jemand, unter welchem Vorwand auch immer,
telefonisch in Kontakt tritt. Insbesondere wenn es um Geld geht, niemals gutgläubig sein, sondern eine Person des Vertrauens hinzuziehen.
Bestehen von Anfang an Zweifel, dann sollte sofort die Polizei informiert werden.

Die Täter sollte man nicht unterschätzen, denn sie gehen sehr professionell vor. Sie sind in der Lage durch geschickte Fragestellungen dem potenziellen Opfer Kenntnisse zu entlocken, die sie anschließend sofort in betrügerischer Absicht gegen die Betroffenen einsetzen. Mit nahezu schauspielerischen Aktionen, täuschen sie Lebenssachverhalte vor, die ihnen ohne weiteres abgenommen werden und immer wieder lassen sich die Betrüger neue Legenden einfallen.

In einer Betrugsserie, die sich Ende des vergangenen Jahres im Oberbarnim ereignete, gelang es den Tätern in drei von insgesamt sechs Versuchen ihre Opfer zu täuschen. Davon kam es in zwei Fällen nur durch Glück nicht zur Geldübergabe. Allerdings in zwei dieser Fälle machten die Täter Beute von insgesamt 4.800 €. Die Legende, die hier erzählt wurde, war ein naher Verwandter, der sich telefonisch zum „Kaffeetrinken“ anmeldete und dazu auch Kuchen mitbringen wollte. Während die Opfer bereits freudig Kaffee kochten, ereilte sie die Nachricht, wieder per Telefon, dass der Enkel, Neffe oder Schwiegersohn einen Autounfall verursacht hatte und dringend Geld benötigte, um den Unfallgegner auszubezahlen. Dringend deshalb, weil sonst die Polizei hinzugezogen werden würde und er seinen Führerschein wahrscheinlich verlieren wird. Auch hier wurden die Opfer in Aufregung versetzt, indem eine Notlage vorgetäuscht wurde.

Diese Fälle konnten jedoch im Februar dieses Jahres durch eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit der Polizei aufgeklärt werden. Zwei Tatverdächtige wurden in Mecklenburg Vorpommern auf frischer Tat festgenommen. Der Haupttatverdächtige erhielt sofort Haftbefehl.

Das war ein großer Erfolg, denn diese Täter agieren äußerst vorsichtig, observieren ihre Opfer und deren Umgebung. Bei der kleinsten Auffälligkeit ziehen sie sich sofort zurück und melden sich nicht mehr.

Die Polizei bittet deshalb grundsätzlich alle Bürger, die Opfer oder Zeuge einer solchen oder ähnlichen Straftat geworden sind, sich bei der Polizei zu melden, denn jeder Hinweis kann helfen, Straftaten aufzuklären und damit weitere ähnliche Taten zu verhindern.

Quelle: Polizei Brandenburg

Heimatzeitung - Gewinnspiel mit teuren Folgen

Freitag, den 25. Juli 2008

Bei Gewinnspielen kann man vielmehr verlieren, als dass die versprochenen Millionen das Konto auffrischen helfen. Das wusste auch ein Mittfünfziger aus Leipzig, der das „Dankeschön für die Leser dieser Zeitung“ in seinem Briefkasten zunächst kritisch sah. Doch wenn ihm seine Heimatzeitung „Eine ganz besondere Gelegenheit“ verspricht, könnte es dieses Mal vielleicht doch klappen.

So wie der Mittfünfziger dachten auch weitere Zeitungsabonnenten im Raum Chemnitz , die dieses Dankeschön ihrer Tageszeitung ebenfalls im Briefkasten fanden und mitspielten.

Zuerst erhielten sie die gute Nachricht – einen „wertvollen Reisegutschein von Time for Holiday“. Zwei Tage später kam die schlechte Nachricht – der Mitspielbeitrag bei win200 für September bis Februar in Höhe von 99 Euro wird „wie vereinbart von Ihrer Bankverbindung, Kto.Nr. … abgebucht“.

So hatte sich der Leipziger das allerdings nicht vorgestellt. Schließlich nannte er die Kontoverbindung am Telefon nur, um den versprochenen „Sofortgewinn“ zu erhalten. Ein großer Fehler. Derartige Daten sollten niemals am Telefon preisgegeben werden, denn es gibt inzwischen unzählige Beispiele, in denen Gutgläubige auf diese Weise und ohne ihr Wollen in Verträge gedrängt wurden.

Vertraut man den vielen Gewinnversprechen, die täglich in den Briefkästen landen, müssten die Sachsen ein Volk von Gewinnern sein. Schade nur, dass die Realität ganz anders ist.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.


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