Archiv des Tags ‘Alzheimer’

Wie Pflege zuhause tatsächlich gelingt - Rettung aus Polen

Sonntag, den 4. April 2010

Andere würden es gerne tun, wissen aber nicht, wie es geht. Ein brisantes Thema wird erstmals öffentlich – es geht um die häusliche Pflege mit Unterstützung europäischer Helferinnen,  rund 100.000 aus Ost- und Mitteleuropa arbeiten bereits in Deutschland. Ohne sie ginge oft nichts mehr, sie sind der einzige Ausweg für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, dennoch steht das Ganze meistens auf wenig legalem Boden.

Der Autor Georg Neumann hat für seine Eltern die Pflege zu Hause ermöglicht und schildert zunächst die persönlichen Erfahrungen mit einer solchen Hilfe. Die Familie suchte dabei stets nach Lösungen, wie den alten Menschen umfassende Hilfe zuteil wird und sich dennoch die Belastung der Familienangehörigen, Freunde und Helfer in zumutbaren Grenzen hält. Auch eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung für die an Alzheimer erkrankte Großmutter gelingt durch den liebevollen Einsatz der polnischen Frauen. 

Im zweiten Teil des Buches geht es um ganz konkrete Informationen zu den Hilfsangeboten, deren Organisation und Finanzierung sowie den rechtlichen Rahmen-bedingungen. Tipps zur häuslichen Betreuung von Demenzkranken und viele praktische Hinweise bis hin zur rechtlichen Vorsorge oder den notwendig werdenden  Heimaufenthalt runden diesen nützlichen Ratgeber ab.

Quelle:  Georg Neumann

Alzheimer-Blog startet am Welt-Alzheimertag

Donnerstag, den 25. September 2008

Unter dem Motto “Aktiv für Demenzkranke” wird am 21. September 2008 bundesweit der Welt-Alzheimertag begangen. Dazu sagte Heike von Lützau-Hohlbein, die 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: “Dieses Jahr wird es in Deutschland so viele Veranstaltungen zum Welt-Alzheimertag geben wie noch nie. Die 109 regionalen Alzheimer Gesellschaften und Landesverbände haben sich viel einfallen lassen, um die Öffentlichkeit auf die Situation Demenzkranker und ihrer Familien aufmerksam zu machen.

Am Welt-Alzheimertag startet auch das neue Online-Projekt der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Unter alzheimerblog.de schreiben Betroffene und Angehörige von Demenzkranken über ihren Alltag und ihre Erfahrungen. Fachleute und Ehrenamtliche erklären, wie sie Betroffene und ihre Familien beraten und unterstützen. Darüber hinaus stellt der Alzheimer-Blog Bücher, Filme und interessante Internetseiten vor.

Zum Start des Alzheimer-Blog sagte Heike von Lützau-Hohlbein, die 1. Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: “Im Alzheimer-Blog können alle eigene Beiträge schreiben und andere kommentieren. Der Blog ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Wissensaustausch und die Diskussion aktueller Themen. Gerade Angehörige, die durch Beruf, Familie und die Betreuung demenzkranker Eltern eingebunden sind, wünschen sich Kommunikation auch über das Internet”.

Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.; RELEASE-NET

Teure Kaffeefahrt

Dienstag, den 17. Juni 2008

Ein Senior aus Dresden hatte unlängst eine Einladung zu einer Busreise nach Leipzig erhalten. Gern nahm er diese an, wollte er doch schon immer mal wieder die schöne Stadt besichtigen. Doch das Ziel der Busfahrt war nicht die Messestadt, sondern eine Verkaufsveranstaltung irgendwo außerhalb Leipzigs. Dort wurde ein Mittel, welches Alzheimer stoppen könne, angeboten. Leider ließ sich der Dresdner überzeugen und kaufte das Mittel für 2400 Euro.

Der Verkauf von überteuerten Wundermitteln, die angeblich die körperliche und geistige Fitness auch im hohen Alter versprechen, ist immer häufiger der Renner auf den so genannten Kaffeefahrten. In Form von Trinkkuren, Salben oder Pillen kosten diese nicht selten weit über 2000 Euro. „Die Methoden und Tricks der Veranstalter, die Kaufentscheidungen der Teilnehmer einer Kaffeefahrt zu beschleunigen, sind oft höchst unseriös“, weiß Anne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen. Besonders schlimm, wenn dann auch noch mit Falschaussagen und unwissenschaftlicher Polemik Angst geschürt oder die Heilung von Krankheiten versprochen wird. „Quacksalberei“, nennt Wiesemann solche Versprechen und rät zur Vorsicht beim Kauf von Gesundheitsmitteln, die auf diese Art und Weise beworben werden. Auch warnt Sie vor übereilten Vertragsabschlüssen. Selbst wenn ein Großteil der Anwesenden enthusiastisch ist und eilig zum Vertragsschluss schreitet, oder gar die „Geld zurück Garantie“ den letzten Zweifler überreden soll, ist es besser, misstrauisch zu bleiben. Wer den Kauf später bereut, könnte am Ende trotzdem sein Geld nur schwer oder gar nicht zurückerhalten.

Verträge, die auf Kaffeefahrten abgeschlossen werden, sind in der Regel zwar widerrufbar. Häufig wird die Bezahlung der Wundermittel jedoch in bar verlangt. Zeigt sich dann in der Folge, dass die Firma gar nicht oder nicht mehr existiert oder im Ausland sitzt und nicht bereit ist, das Geld zurückzuzahlen, ist es für den Verbraucher fast unmöglich den gezahlten Betrag zurückzuerhalten.

Die Verbraucherzentrale informiert montags, mittwochs und donnerstags jeweils von 10 bis 16 Uhr am Ernährungstelefon unter 0180-5-791352 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) zu Fragen rund um die gesunde Ernährung. Außerdem werden Fragen zu Widerrufsmöglichkeiten von Verträgen von 10-12 und 13-16 Uhr am Beratungstelefon unter 0900-1-79777 (1,24 € je Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend) beantwortet.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

Polizist verhindert Geisterfahrt eines 80-Jährigen

Freitag, den 23. Mai 2008

Auf dem Weg zu seiner Dienststelle in Frankenthal konnte ein 38-jähriger Polizist am 21.05.2008 das Schlimmste verhindern. Gegen 10.30 Uhr sah der Beamte, dass einen PKW direkt am Beschleunigungsstreifen der Anschlussstelle Glan-Münchweiler wenden wollte.

Der ältere Fahrer hatte bereits seinen Wagen nach links eingeschlagen. Blitzschnell setzte sich der Polizist mit seinem Pkw links daneben, um das Wendemanöver zu verhindern.
Nach Bekanntwerden des Sachverhaltes setzte sich die Streife der Autobahnpolizei sofort in Bewegung. Vor Ort trafen sie einen völlig desorientierten und total verwirrten 80-jährigen Senioren an. Fahrer und Fahrzeug wurden unmittelbar aus dem Gefahrenbereich der Autobahn gebracht.

Im Zuge der Ermittlungen wurde festgestellt, dass dem 80-jährigen aus dem Landkreis Kusel die Fahrerlaubnis wegen Ungeeignetheit bereits entzogen wurde, und weil er trotzdem weiterfuhr, schon mehrmals von der Polizei angezeigt worden war. Der Senior zeigte sich indes sehr uneinsichtig, dass er kein Auto mehr fahren darf.

Das Auto wurde dann von Angehörigen abgeholt und wird dort sicher verwahrt. Eindringlich belehrten die Beamten die Familie dahingehend, dass der Wagen nicht an den 80-Jährigen heraus gegeben werden darf.

Der Senior selbst wollte ursprünglich an diesem Tag zum Arztbesuch in die Uni-Klinik Homburg. Die eingesetzten Beamten gehen auf Grund seines Verhaltens von einer fortgeschrittenen Altersdemenz aus. Staatsanwaltschaft und Führerscheinstelle wurden informiert.

Die Autobahnpolizei geht von einem glücklichen Umstand aus, dass ein beherzter Polizist die besondere Gefahrensituation erkannte und damit einen eventuell schlimmen Unfall auf der A 62 verhindern konnte.

Quelle: Polizei Rheinland- Pfalz

Demenz wird früher erkennbar

Montag, den 14. Januar 2008

Bluttest zeigt die Erkrankung bereits an, wenn klare Symptome noch fehlen

Ein Bluttest könnte künftig älteren Menschen mit leichten Gedächtnisschwächen Gewissheit verschaffen, ob es sich hierbei um erste Anzeichen der Alzheimer-Krankheit handelt, berichtet die “Apotheken Umschau”. Der Test, den Forscher aus Stanford (USA) entwickelten, kann die Erkrankung zwei bis sechs Jahre vor dem Auftreten eindeutiger Symptome feststellen. Zwar ist Alzheimer derzeit nicht heilbar. Durch den - bisher noch nicht zugelassenen - Test würden Betroffene aber die Möglichkeit erhalten, ihr weiteres Leben vorauszuplanen.

Quelle: Apotheken Umschau, presseportal.de


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