Archiv des Tags ‘Geld’

Finanzkrise! Bekomme ich mein Geld zurück?

Donnerstag, den 6. November 2008

Der Name Lehmann-Brothers ist spätestens seit dem 15. September 2008, dem Tag, an dem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gegenüber der Lehmann Brothers Bankhaus AG ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen hat, ein Begriff für verlustreiche Geldanlagen. Insbesondere tausende Inhaber von Zertifikaten bangen seither um die Rückzahlung ihres Geldes. Welche Chancen bestehen, etwas von den Ersparnissen wiederzusehen, soll im Rahmen einer von der Verbraucherzentrale Sachsen organisierten Veranstaltung erläutert werden. Am 11. November 2008 können sich dazu Betroffene und Interessierte ab 17.30 Uhr im Saal des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, Grimmaische Straße 6 in 04109 Leipzig informieren lassen.
 
In den vergangenen Jahren erlebten Zertifikate einen Boom. Allein von Lehmann-Brothers wurden etwa 75 verschiedene Zertifikats- bzw. Anleihetypen auf den europäischen und damit auch auf den deutschen Markt gebracht. Andere Herausgeber, wie zum Beispiel die HSH Nordbank, taten es ähnlich. Der Vertrieb erfolgte über die ortsansässigen Banken und Sparkassen. Verbraucher berichten, dass in den Beratungsgesprächen bei den Banken der Eindruck erweckt wurde, dass es sich bei dieser Anlageform um eine sichere Geldanlage handele. Das ist ein Indiz dafür, warum auch viele Zertifikate an Senioren verkauft werden konnten. In Hinblick auf die Sicherheit hat sich nun jedoch das Gegenteil herausgestellt.

Ist jetzt alles Geld verloren? Warum greift die Einlagensicherung nicht? Ist ein Vorgehen gegen die beratende Bank oder Sparkasse Erfolg versprechend? Wann wurden seitens des Bankberaters Pflichten verletzt, die einen Schadensersatzanspruch auslösen? Wie lange habe ich Zeit, meine Ansprüche geltend zu machen? Welche Kosten können dabei auf mich zukommen?

Diese und weitere Fragen werden von der Verbraucherzentrale Sachsen und im Rahmen des Vortrages vom Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Herrn Kai Malte Lippke, beantwortet.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

Finanzkrise - Ist Ihr Geld noch sicher?

Freitag, den 24. Oktober 2008

Wegen der Finanzkrise hat sich in den letzten Tagen der Beratungsbedarf bei den Verbraucherzentralen deutlich erhöht. Viele Fragen gehen dabei um die Sicherheit von Geldanlagen. „Dabei wurde offensichtlich, dass die Mehrheit der Verbraucher bisher zu wenig über die deutsche Einlagensicherung weiß“, resümiert Andrea Hoffmann, Referatsleiterin für Finanzdienstleistungen, bei der Verbraucherzentrale Sachsen. „Deshalb haben wir kurzfristig ein Faltblatt erstellt, welches den Verbrauchern das notwendige Wissen vermittelt.“

Das Kundenvertrauen in die Banken und Sparkassen wird derzeit auf eine harte Probe gestellt. „Doch die Maßnahmen der Geldhäuser, den Verbrauchern die Verunsicherung und eventuelle Ängste zu nehmen, halten sich stark in Grenzen“, kritisiert Hoffmann. So werden zum Beispiel Werbebotschaften, die schon vor vielen Monaten entwickelt wurden, etwa zur Einführung der Abgeltungssteuer, unverändert veröffentlicht. Dabei haben die Verbraucher jetzt im Gegensatz dazu ganz andere Sorgen, nämlich um einen möglichen Verlust ihres Geldes.

„Die täglich wachsende Zahl der Ratsuchenden zeigt, dass die Verbraucherzentrale Sachsen für die aktuellen Sorgen der Menschen ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner in der Krise ist“, sagt Hoffmann. So werden auch die verschiedensten Fragen zur Einlagensicherung beantwortet. Für viele Ehepaare ist es beispielsweise beruhigend zu erfahren, dass bei einem Gemeinschaftskonto auch im Hinblick auf die gesetzliche Mindesteinlagensicherung die Anspruchsgrenze in Höhe von maximal 20.000 € je Ehepartner gilt. Diese und viele weitere Informationen, auch zum Status ausländischer Banken, enthält das aktuelle Faltblatt der Verbraucherzentrale Sachsen, welches aus allen Beratungseinrichtungen kostenlos mitgenommen werden oder auf der Internetseite verbraucherzentrale-sachsen.de unter kostenlose Downloads heruntergeladen werden kann.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

Jetzt das Ersparte retten

Montag, den 20. Oktober 2008

Ist mein Geld auf der Sparkasse oder Bank überhaupt noch sicher?
 
Die Fragen rund um die Finanzkrise haben laut der Verbraucherzentrale Sachsen in den letzten Tagen erheblich zugenommen. Deshalb gibt die Verbraucherzentrale jetzt auch auf ihrer Homepage Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Finanzkrise.

Was ist mit meinem Geld bei ausländischen Banken? Soll ich mein Geld auf maximal 20.000 Euro pro Bank begrenzen, das heißt, mein Erspartes  auf andere Banken verteilen? Was ist mit meiner fondsgebundenen Rentenversicherung?

Insgesamt 17 Fragen werden so verständlich beantwortet. Darüber kann man in einem vertrauensvollen Gespräch in der Verbraucherzentrale weitere Fragen beantwortet bekommen.

Einen Beratungstermin gibt es unter der Telefonnummer 0180-5-797777 (für 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend.

Gegen Kopierkosten sind die Fragen und Antworten zur Finanzkrise in den Beratungseinrichtungen auch ausgedruckt erhältlich.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

321-express.de liefert nicht und lässt Kunden warten

Montag, den 1. September 2008

Bei den Verbraucherzentralen klingelt derzeit das Telefon, an dem sich aufgebrachte Verbraucher aus dem ganzen Bundesgebiet über eine Firma Buy24 mit Sitz in Bautzen beschweren. Sie habe die Betroffenen nach Warenbestellungen auf deren Internetseite www.321-express.de hängen lassen und trotz Vorkasse nicht geliefert.

Dabei ging es beispielsweise um Fernseher, Computer oder Rundfunktechnik. Immer wieder sind die Kunden vertröstet worden mit Lieferschwierigkeiten, Lieferengpässen oder mit der Rückzahlung des Geldes, wenn sie den Vertrag deshalb bereits storniert hatten. „Hier scheint Gefahr im Verzug zu sein, “ stellt Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen fest. Augenblicklich kann man auch auf der Internetseite des Anbieters lesen, dass er angeblich bemüht sein will, alle Lieferungen noch auszuführen. Ob das wirklich so ist, dürfte zweifelhaft sein. Vielmehr liegt der Verdacht nahe, dass hier auf die Schnelle viel Geld verdient werden soll. Schließlich scheint es eher undenkbar, dass bei Geräten unterschiedlichster Art stets Lieferengpässe zu verzeichnen sein sollen. Geldüberweisungen dauern nur einige Tage, so dass es auch hier keine Ausrede für ausbleibende Rückzahlungen geben dürfte.
 
Verbrauchern, die bei Käufen bei der Firma Buy24 (321-express.de) geschädigt worden sind, wird geraten, umgehend bei der nächsten Polizeidienststelle Anzeige zu erstatten. Unabhängig davon sollten sie nach entsprechender Fristsetzung für die Rückgabe des Geldes zügig einen Mahnbescheid oder eine Klage beim zuständigen Gericht einreichen.

„Sollte allerdings eine Zahlungsunfähigkeit oder drohende Insolvenz der Firma bevorstehen, haben die Verbraucher schlechte Karten und werden wohl ihr Geld nicht wiedersehen“, befürchtet Schmidt.

Auch wenn der Kauf über das Internet eine ganze Reihe Vorteile hat, bleibt doch immer ein Restrisiko bestehen, besonders bei Vorkasse. Denn da kann es eben passieren, dass man seinem Geld hinterher sieht und die Ware nicht bekommt.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

Ab Juli gibt es für Rentnerinnen und Rentner mehr Rente

Donnerstag, den 10. April 2008

Für ca. 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner gibt es zum 1. Juli 2008 mehr Geld. Die Renten erhöhen sich um 1,1%. Die Rentensteigerung wird ohne höhere Steuerzuschüsse und ohne Beitragserhöhungen finanziert. 

Das Bundeskabinett beschloss dazu eine Formulierungshilfe für ein Gesetz zur Rentenanpassung 2008. Bei einer monatlichen Rente von 1.000 Euro bedeutet die Anpassung eine Erhöhung um 11,00 Euro. Im vergangenen Jahr betrug die Rentenerhöhung 0,54 Prozent. Davor gab es drei Jahre lang gar keine Rentenerhöhung.
 
Auch Langzeitarbeitslose können zur Jahresmitte mit mehr Geld rechnen. Denn die Rentenanpassung wird auf das Arbeitslosengeld II übertragen. Der Regelsatz liegt derzeit bei 347 Euro monatlich und wird künftig 351 Euro betragen. Dies ist ebenfalls ein Plus 1,1 Prozent.  
 
Die Rentenentwicklung richtet sich an den Bruttolöhnen. Diese sind im vergangenen Jahr in Deutschland mit 1,4 % nur mäßig angestiegen. Dadurch hätte sich rechnerisch eine sehr geringe Rentenerhöhung von 0,46 Prozent ergeben.
 
Eine Ursache für die geringere Rentenerhöhung ist auch die dämpfende Wirkung des zu Altersvorsorgeanteils in der Rentenanpassungsformel (Riestertreppe). Das besagt: Die Beschäftigten wenden mehr für ihre private Altersvorsorge auf. Damit können auch die Rentenanpassungen geringer ausfallen. Diese “Riestertreppe” wird in diesem und im kommenden Jahr ausgesetzt. Deshalb fällt die Rentenanpassung höher aus.

Der Beitragssatz zur Rentenversicherung liegt derzeit bei 19,9%. Dank der guten wirtschaftlichen Entwicklung ist es nicht erforderlich, den Beitragssatz zu erhöhen. Allerdings wird die nach bisherigem Recht für 2011 vorgesehene Beitragssatzsenkung auf 2012 verschoben. Der Beitragssatz soll dann von derzeit 19,9% auf 19,5% sinken. Im Jahr 2013 soll er dann 19,1% erreichen.
 
Die mit dem demografischen Wandel verbundene finanzielle Belastung Jüngerer soll hierdurch begrenzt werden. Rentner können ein zuverlässiges Sicherungsniveau erwarten. Gesetzlich ist sichergestellt: Der Beitragssatz wird bis zum Jahr 2020 nicht über 20% und bis 2030 nicht über 22% steigen.

Quelle: bundesregierung.de


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