Archiv des Tags ‘Menschen’

SENIOREN-SERVICE-SPANIEN Menschen pflegen Menschen

Sonntag, den 26. August 2007

 

Sehr viele deutschsprachige Senioren leben in Spanien. Falls notwendig, sorgen die Kinder für die Eltern aus der Ferne. So lange die Eltern gesund und mobil sind, ist ihnen die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit weitgehend sicher. Was aber, wenn sich die Lebenssituation plötzlich ändert?

Die Zeiten, als Generationen im Rahmen von Grossfamilien unter einem Dach lebten sind längst vorbei. Die althergebrachte Grossfamilie gehört somit der Vergangenheit an. Die familiären Strukturen haben sich verändert. Familien, Kinder und Verwandtschaft leben heute häufig über weite Kilometer entfernt und/oder die Berufstätigkeit lässt kaum Raum und Zeit für eine intensive Betreuung der älteren Familienmitglieder. Die Alternative heisst dann oft: ein Seniorenheim im Heimatland.

Doch einen alten Baum verpflanzt man nicht!

Für ältere Menschen ist es oft sehr schwer, sich mit diesem Gedanken abzufinden. Herausgerissen aus dem gewohnten Zuhause fristen sie dann die letzten Lebensjahre - aus Kostengründen oft auch in beengten Verhältnissen.

Immer mehr Senioren sind allein und benötigen nicht nur Medikamente, sondern persönliche Unterstützung und Betreuung in allen Lebenslagen. Dazu gehört auch eine weitgehend eigenständige und selbst bestimmende Lebensführung in vertrauter Umgebung.
Das spanienweit aktive Betreuungsnetzwerk erbringt eine Serviceleistung, das Leben würdevoll in den eigenen vier Wänden zu führen. Hier sind die sozialen Kontakte und Erinnerungen über Jahre und Jahrzehnte gewachsen. Es ist fatal zu glauben, dass man diese durch eine “Umschichtung” in ein Seniorenheim ersetzen kann.

Zum Angebot von SENOREN-SERVICE-SPANIEN gehören Dienstleistungen wie Einkaufen, gemeinsame Freizeitaktivitäten, ein Wasch- und Aufräumservice oder kleinere Gartenarbeiten. Aber auch die Aufsicht beim Baden, Zahnhygiene, Rasur oder die Überwachung der termingerechten Medikamenteneinnahme sind möglich. Auch Reisebegleitungen, oder die Betreuung von oder bis zum Flugzeug übernimmt der Seniorenservice. Lediglich medizinische Massnahmen gehören nicht zum Dienstleistungspaket.

Auch im Bereich der Hauswirtschaft bietet das neue Betreuungsnetzwerk ihre Dienste an. Benötigen Sie Hilfe bei Krankheit oder Schwangerschaft? Die Haushaltshilfe umfasst alle Tätigkeiten, die zum Führen eines Haushaltes gehören, wie z.B. Kinderbetreuung, Essenszubereitung, Wohnungsreinigung, Kleiderpflege etc. Der Umfang der Leistung richtet sich nach dem jeweils individuellen, tatsächlichen Hilfebedarf. Deutsche Krankenkassen erstatten auch in Spanien in angemessenem Umfang die Kosten für eine selbst beschaffte Ersatzkraft.

Neben der Rund-um-die-Uhr (24 Stunden) Seniorenbetreuung, ist auch bereits in den meisten grösseren spanischen Küstenorten (inkl. Balearen, Kanaren) eine stundenweise Seniorenbetreuung möglich.

Betreuung ab 460 Euro im Monat
Den Startservice mit 2,5 Stunden dreimal die Woche bekommt man für 460 Euro monatlich. Der Vollservice mit einem Acht-Stunden-Tag sechsmal die Woche und Rufbereitschaft kostet 2.100 Euro. Ausserdem gibt es individuelle Absprachen. Wer nur ab und zu jemanden als Begleitung zum Spazierengehen braucht, bekommt die einzelne Stunde für 13 Euro.

Innerhalb eines gesamtspanischen Netzwerkes realisiert der SENIOREN-SERVICE-SPANIEN zu bezahlbaren Konditionen tragbare Lösungen für allein wohnende, betreuungs- bzw. pflegebedürftige Senioren und Behinderte in der eigenen Wohnung/Haus an. Dazu zählen ausgewählte, in Spanien lebende, deutschsprachige, freiberufliche Pflegekräfte und Haushaltshilfen.

Hilfestellung wird auch geleistet bei der Beantragung der staatlichen Förderungen (Pflegegeld gem. Pflegestufe) und sonstiger Hilfsmittel. Ein Pflegegeldanspruch besteht auch in Spanien.

Quelle:
SENIOREN-SERVICE-SPANIEN
Av. de Berlin 19
ES-43892 Miami-Playa 

Gewalt gegen alte Menschen

Sonntag, den 27. Mai 2007

Eine kleine Literaturschau zum Thema, dass uns alle angeht. Auch wenn ohne Frage durch die nachhaltigen Professionalisierungsbemühungen der Pflege beachtliche Erfolge bei der Pflege und Betreuung des Alterspatienten erzielt werden konnten, muss dem Aspekt der Qualität und Qualitätssicherung weiter größte Aufmerksamkeit zuteil werden. Eine permanente „Verunglimpfung“ einer gesamten Berufsbranche ist in diesem Zusammenhang wenig förderlich, sondern eher kontraproduktiv. Nachfolgende Texte nähern sich dem Thema auf angemessene Weise.

Die Wohn- und Lebenssituation alter Migranten:

Aspekte zur Gesundheit und Gewalt
von Rolf D. Hirsch, Bonn (2006)       hsm-bonn.de/download/08_migr.pdf

Gewalt gegen alte Menschen:
- Ein Überblick zur Situation in Deutschland -
Möglichkeiten zur Prävention und Intervention durch private Initiativen
von Rolf D. Hirsch, Bonn      hsm-bonn.de/download/07_dfk.pdf

Mindestanforderungen für eine menschenwürdige Grundversorgung, die jedes Pflegeheim in Deutschland garantieren muss
Claus Fussek, Dipl. Sozialpädag. FH, München      hsm-bonn.de/download/01_mind.pdf

Quelle: hsm-bonn.de

Beitrag: IQB - Lutz Barth

Dürfen ältere Menschen noch ans Steuer?

Mittwoch, den 25. April 2007

Internationale Verkehrstage über Mobilität in einer alternden GesellschaftBonn/Wuppertal – Die vierten Internationalen Verkehrstage (bauing.uni-wuppertal.de/svt/fzv/4WVT/index.htm) beschäftigten sich mit einer „Verkehrsinfrastruktur für eine alternde Gesellschaft“. Über 200 Teilnehmer aus 13 Ländern wie Israel, Albanien, dem Libanon und der Republik Korea kamen nach Wuppertal, um sich über die Auswirkungen der demographischen Veränderungen auf das Verkehrsgeschehen und die damit verbundenen notwendigen Anpassungen der Verkehrsinfrastruktur zu informieren. Dabei wurde der Fokus auch auf ältere Kraftfahrer gerichtet. Neuere Unfalluntersuchungen haben ergeben, dass ältere Fahrer immense Schwierigkeiten mit komplexen Situationen haben. Viele Unfälle, so ein Ergebnis, ergeben sich beispielweise beim Linksabbiegen bei gleichzeitiger Freigabe entgegenkommender Geradeausfahrer an bestimmten Knotenpunkten. Warum ist Mobilität gerade für ältere Menschen so wichtig? In Deutschland gelte die Fortbewegung mit dem Auto als „Synonym für persönliche Aktivität und damit soziale Zugehörigkeit“, schreibt Marion Zellner in der Süddeutschen Zeitung (SZ) www.sueddeutsche.de. Selbst die gute Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln bewege die Senioren nicht dazu, den Führerschein abzugeben. Älteren Autofahrern pauschal eine höhere Unfallhäufigkeit zu unterstellen, ist ein Vorurteil und wird durch Statistiken nicht belegt. So haben Tests gezeigt, dass jüngere und ältere Autofahrer ohne Ablenkung, etwa durch ein Telefonat während der Fahrt, gleich gut reagieren. Werde aber telefoniert, so schneiden die Senioren bei den Reaktionen schlechter ab und verlangsamen deutlich ihr Fahrtempo. Verlangsamte Reaktionen oder Schwierigkeiten beim Sehen im Dunkeln werden aber durch größere Erfahrung und umsichtigeres Verhalten als bei sehr jungen Autofahrern kompensiert.

Moderne Technik kann den demographischen Wandel sinnvoll gestalten. Assistenzsysteme wie Parksensoren, Navigationsgeräte oder Kollisionswarner können ebenso hilfreich sein wie angepasstes Design mit großen Türen, hohe Sitzpositionen für die Insassen und klar ablesbare Instrumente, betonte Olivier Lenz vom europäischen Büro der FIA www.fia.com in Brüssel, dem Internationalen Dachverband der Automobilklubs. Die Fachzeitschrift Autobild www.autobild.de habe kürzlich mit einem Golf 60 plus gezeigt, wie ein auf Ältere zugeschnittener Wagen aussehen könne, so die SZ-Autorin. Der am Computer entworfene Pkw verfügt über große elektrische Schiebetüren, viel Fensterfläche für gute Rundumsicht, schwenkbare Vordersitze für erleichterten Einstieg, eine niedrige Ladekante, verständliche Instrumente und Symbole, Servolenkung und eine SOS-Notfalltaste.

„Die Automobilindustrie muss ein starkes Interesse daran haben, die immer größer werdende Zielgruppe der Älteren anzusprechen. Bis vor kurzem wurde diese Klientel von vielen Wirtschaftsunternehmen sträflich vernachlässigt. Doch mangelnde Kundenkenntnis wird vom Käufer abgestraft“, sagt Uwe Röhrig Inhaber der Hannoveraner Automobilberatung International Car Concept (ICC) www.icconcept.de. „Glücklicherweise ist die Generation 50 plus sehr kaufkräftig. Während eine junge Familie beim Kauf eines Autos vielleicht mehr auf den Preis achten muss, sind ältere Menschen bereit, für mehr Komfort, mehr Sicherheit und eine benutzerfreundlichere Bedienung auch mehr zu bezahlen. Und beim Kauf eines Autos legt diese Kundengruppe Wert auf einen besonders guten Service im Autohaus. Durch die persönliche Ansprache und eine gute Beratung – also durch optimalen Service - kann ein guter Verkäufer diese Kunden langfristige an das eigene Haus und die eigene Marke binden. Selbstverständlich muss das Design eines Fahrzeugs, das für ältere Fahrer optimiert worden ist, genauso schick und modern sein wie bei anderen Autos.

Quelle:
medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany 


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