Die Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel feiert mit einer Festwoche vom 27. August bis 01. September und einem Festakt am Freitag, den 31. August ihr 70-jähriges Bestehen.
Die vom Kasseler Arzt Dr. med. Walter Völler am 01. August 1937 unter der Schirmherrschaft der italienischen Königin Elena gegründete Fachklinik, war die erste ihrer Art im deutschsprachigen Raum und -abgesehen von Italien-, die erste weltweit. Unter der heutigen ärztlichen Leitung von Frau Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder entwickelt sich das Zentrum für Parkinson-Syndrome und Bewegungsstörungen immer mehr zu einem weltweit anerkannten Spezialkrankenhaus.
Festwoche mit attraktivem Informationsprogramm
Die Festwoche beginnt mit einer Schulung der Leiter von Selbsthilfegruppen der Deutschen Restless-Legs Vereinigung, mit einer Info-Veranstaltung der deutschen Parkinson Vereinigung, einer Klinischen Visite für praktizierende Ärzte, wird fortgesetzt mit einem Festakt zur 70-Jahrfeier und endet mit dem Kaskaden-Symposium mit einer Fülle von aktuellen Informationen zum Thema Parkinsonerkrankung und deren Therapie für Fachinteressierte in der Stadthalle und einem Tag der offenen Tür in der Paracelsus-Elena-Klinik für alle.
Tag der offenen Tür
Am Samstag, den 01. September ist die nordhessische Bevölkerung eingeladen, die Klinik kennen zu lernen. In der Zeit von 13 bis 19 Uhr sind die Türen der Paracelsus-Elena-Klinik für Vorträge, Informationsgespräche und für ein spannendes Programm zum Mitmachen geöffnet. So informieren Fachvorträge über die Alltagsbewältigung von chronischen Krankheiten und die Diagnose und Therapie von Morbus Parkinson. An Infoständen erfahren die Besucher mehr über die Arbeit der Klinik, können sich z.B. über Logopädie / Krankengymnastik / Ergotherapie informieren und auf dem Gelände an Begleittherapien, wie Nordic Walking oder Gleichgewichtstraining, teilnehmen. Im Rahmen der Feier ist in den Räumen der Klinik auch die Fotoausstellung „70 Jahre Elena-Klinik“ mit über 30 historischen Aufnahmen zu betrachten.
Riechtest zur Frühdiagnose
Während des „Tags der offenen Tür“ bieten die Mitarbeiter der Klinik mit einem speziell für die Parkinson-Frühdiagnose entwickelten Riechtest die Möglichkeit, das eigene Erkrankungsrisiko zu testen. Da die Parkinsonerkrankung in der Frühphase mit einer Störung des Geruchssinns einhergeht, kann die fehlende Geruchswahrnehmung von Pizza ein erster Indikator sein.
Parkinson-Fachklinik von Weltruf
Aufgrund der vom Gründer Dr. Walter Völler aus Italien übernommenen „italienisch-bulgarischen Kur“ zur Behandlung von Parkinson Erkrankungen konnten bis 1941 bereits 1300 Patienten behandelt werden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Behandlung der Parkinsonerkrankung für wenige Jahre unterbrochen und 1948 wieder aufgenommen. Nach dem Tod des Gründers Walter Völler übernahm sein Sohn Gerd nach Abschluss seiner Facharztausbildung die Leitung der Klinik. Nach dem frühen Tod von Dr. Gerd Völler übernahm seine Witwe Helga gemeinsam mit der damaligen ärztlichen Leiterin Dr. Gudrun Ulm die Leitung der Klinik, die 1980 von dem privaten Klinikträger Paracelsus-Kliniken Deutschland übernommen wurde. Seit Anfang 2003 obliegt die ärztliche Leitung Frau Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder. Kurze Zeit später wurde das für Diagnostik und Therapie dringend benötigte Schlaflabor in Betrieb genommen und in Zusammenarbeit mit den Universitäten Göttingen und Marburg die weitere Erforschung der Ursachen und Therapiemöglichkeiten der Parkinsonerkrankung begonnen. Nationale sowie internationale Forschungsprojekte gehören seit dem zum Klinikalltag. Der Verein zur Erforschung von Bewegungsstörungen und die Gründungs-Mitgliedschaft im internationalen Verein für Schlafmedizin WASM (World Association of Sleep Medicine) unterstreichen den internationalen Ruf der Kasseler Klinik.
Kaskaden-Symposium
Am 01. September findet in der Zeit von 9 – 15 Uhr im Rahmen der Festwoche zum 70-jährigen Bestehen der Elena-Klinik das mittlerweile vierte Fachsymposium dieser Art in der Kasseler Stadthalle statt. In hochkarätigen Vorträgen mit namhaften Referenten wird dem Fachpublikum ein Überblick über die Entwicklung der Parkinsonerkrankung und ihrer Therapie gegeben. Die ca. 150 erwarteten Gäste aus Ärzteschaft und Pharmaindustrie nehmen im Anschluss an das Symposium an einer Führung über die Kunstausstellung documenta12 teil
Quelle: paracelsus-kliniken.de/kassel/Â Â