Archiv des Tags ‘Parkinson’

Zelltod im Gehirn - Parkinson

Mittwoch, den 18. Juni 2008

Parkinson tritt gewöhnlich nach dem 50. Lebensjahr und vereinzelt auf. Bestimmte Varianten des Leidens erscheinen aber gehäuft in Familien und treffen die Betroffenen dann oft schon in jungen Jahren. Alleine in Deutschland gibt es rund 400.000 Parkinson-Patienten. Bei den Patienten sterben in einem Bereich des Mittelhirns aus bislang ungeklärter Ursache Neuronen ab, die Dopamin produzieren. Ohne diesen wichtigen Botenstoff werden manche Bereiche des Gehirns aber nur noch eingeschränkt aktiviert, und die ersten Symptome der Erkrankung treten auf. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits zwei Drittel der betroffenen Neuronen untergegangen.

Für Privatdozentin Dr. Konstanze Winklhofer am Lehrstuhl für Stoffwechselbiochemie an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München „ist bekannt, dass viele Fälle der erblichen Parkinson-Erkrankung durch Veränderungen im Parkin-Gen ausgelöst werden. Aber auch im Gehirn von Patienten mit sporadischer Parkinson-Erkrankung konnte bereits missgefaltetes Parkin nachgewiesen werden, so dass die Inaktivierung von Parkin nicht nur bei der erbliche Form, sondern auch bei der häufigeren sporadischen Parkinson-Erkrankung eine Rolle spielen könnte.”

>> Zusätzliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im eJournal MEDIZIN ASPEKTE

Quelle: openpr.de; MEDIZIN ASPEKTE

Parkinson-Fachklinik feiert 70-jähriges Bestehen

Montag, den 27. August 2007

Die Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel feiert mit einer Festwoche vom 27. August bis 01. September und einem Festakt am Freitag, den 31. August ihr 70-jähriges Bestehen.

Die vom Kasseler Arzt Dr. med. Walter Völler am 01. August 1937 unter der Schirmherrschaft der italienischen Königin Elena gegründete Fachklinik, war die erste ihrer Art im deutschsprachigen Raum und -abgesehen von Italien-, die erste weltweit. Unter der heutigen ärztlichen Leitung von Frau Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder entwickelt sich das Zentrum für Parkinson-Syndrome und Bewegungsstörungen immer mehr zu einem weltweit anerkannten Spezialkrankenhaus.

Festwoche mit attraktivem Informationsprogramm
Die Festwoche beginnt mit einer Schulung der Leiter von Selbsthilfegruppen der Deutschen Restless-Legs Vereinigung, mit einer Info-Veranstaltung der deutschen Parkinson Vereinigung, einer Klinischen Visite für praktizierende Ärzte, wird fortgesetzt mit einem Festakt zur 70-Jahrfeier und endet mit dem Kaskaden-Symposium mit einer Fülle von aktuellen Informationen zum Thema Parkinsonerkrankung und deren Therapie für Fachinteressierte in der Stadthalle und einem Tag der offenen Tür in der Paracelsus-Elena-Klinik für alle.

Tag der offenen Tür
Am Samstag, den 01. September ist die nordhessische Bevölkerung eingeladen, die Klinik kennen zu lernen. In der Zeit von 13 bis 19 Uhr sind die Türen der Paracelsus-Elena-Klinik für Vorträge, Informationsgespräche und für ein spannendes Programm zum Mitmachen geöffnet. So informieren Fachvorträge über die Alltagsbewältigung von chronischen Krankheiten und die Diagnose und Therapie von Morbus Parkinson. An Infoständen erfahren die Besucher mehr über die Arbeit der Klinik, können sich z.B. über Logopädie / Krankengymnastik / Ergotherapie informieren und auf dem Gelände an Begleittherapien, wie Nordic Walking oder Gleichgewichtstraining, teilnehmen. Im Rahmen der Feier ist in den Räumen der Klinik auch die Fotoausstellung „70 Jahre Elena-Klinik“ mit über 30 historischen Aufnahmen zu betrachten.

Riechtest zur Frühdiagnose
Während des „Tags der offenen Tür“ bieten die Mitarbeiter der Klinik mit einem speziell für die Parkinson-Frühdiagnose entwickelten Riechtest die Möglichkeit, das eigene Erkrankungsrisiko zu testen. Da die Parkinsonerkrankung in der Frühphase mit einer Störung des Geruchssinns einhergeht, kann die fehlende Geruchswahrnehmung von Pizza ein erster Indikator sein.

Parkinson-Fachklinik von Weltruf
Aufgrund der vom Gründer Dr. Walter Völler aus Italien übernommenen „italienisch-bulgarischen Kur“ zur Behandlung von Parkinson Erkrankungen konnten bis 1941 bereits 1300 Patienten behandelt werden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Behandlung der Parkinsonerkrankung für wenige Jahre unterbrochen und 1948 wieder aufgenommen. Nach dem Tod des Gründers Walter Völler übernahm sein Sohn Gerd nach Abschluss seiner Facharztausbildung die Leitung der Klinik. Nach dem frühen Tod von Dr. Gerd Völler übernahm seine Witwe Helga gemeinsam mit der damaligen ärztlichen Leiterin Dr. Gudrun Ulm die Leitung der Klinik, die 1980 von dem privaten Klinikträger Paracelsus-Kliniken Deutschland übernommen wurde. Seit Anfang 2003 obliegt die ärztliche Leitung Frau Prof. Dr. med. Claudia Trenkwalder. Kurze Zeit später wurde das für Diagnostik und Therapie dringend benötigte Schlaflabor in Betrieb genommen und in Zusammenarbeit mit den Universitäten Göttingen und Marburg die weitere Erforschung der Ursachen und Therapiemöglichkeiten der Parkinsonerkrankung begonnen. Nationale sowie internationale Forschungsprojekte gehören seit dem zum Klinikalltag. Der Verein zur Erforschung von Bewegungsstörungen und die Gründungs-Mitgliedschaft im internationalen Verein für Schlafmedizin WASM (World Association of Sleep Medicine) unterstreichen den internationalen Ruf der Kasseler Klinik.

Kaskaden-Symposium
Am 01. September findet in der Zeit von 9 – 15 Uhr im Rahmen der Festwoche zum 70-jährigen Bestehen der Elena-Klinik das mittlerweile vierte Fachsymposium dieser Art in der Kasseler Stadthalle statt. In hochkarätigen Vorträgen mit namhaften Referenten wird dem Fachpublikum ein Überblick über die Entwicklung der Parkinsonerkrankung und ihrer Therapie gegeben. Die ca. 150 erwarteten Gäste aus Ärzteschaft und Pharmaindustrie nehmen im Anschluss an das Symposium an einer Führung über die Kunstausstellung documenta12 teil

Quelle: paracelsus-kliniken.de/kassel/  

Gezielte Hilfe für Parkinson-Patienten!

Dienstag, den 22. Mai 2007

BMBF fördert Projekte zu Produkten der nächsten Generation

Implantate leisten wichtige Lebensfunktionen: So haben Herzschrittmacher schon vielen Menschen das Leben gerettet. Durch Implantate können gehörlose Menschen wieder hören und Knochengewebe kann sich neu bilden. Künftig sollen Implantate noch weitaus mehr leisten können: Entzündungen hemmen, Heilungsprozesse verbessern oder bei Parkinson-Patienten durch gezielte Stimulationen der Hirnregionen die Motorik verbessern. Dass diese Implantate bald Wirklichkeit werden können, ist Ziel der Fördermaßnahmen “Intelligente Implantate” und “Bioaktive Implantate” des Bundesforschungsministeriums (BMBF). Mit 25 Millionen Euro fördert das BMBF in den kommenden drei Jahren die Entwicklungen in diesem Zukunftsfeld.
Im Fokus der Forschungsarbeiten stehen sowohl implantierbare medizinische Geräte als auch biologisch aktive Implantate ohne Energiequelle. Eine besondere Herausforderung sind so genannte Closed-Loop-Anwendungen wie die “künstliche Bauchspeicheldrüse”, bei denen Diagnose und Therapie in einem System vereint sind. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind aufgefordert, Lösungen für zahlreiche technologische Engpässe zu finden. Besondere Bedeutung kommt dabei Schlüsselkomponenten wie physikalische und biochemische Sensoren, Aktoren (Pumpen und Ventile), Energieversorgung, Biokompatibilität und Nanostrukturierungen zu.
Mit intelligenten Komponenten ausgestattete Implantate ermöglichen genauere Diagnoseverfahren und wirksamere Therapien als herkömmliche Medizinprodukte - und verbessern damit sowohl die Qualität der ärztlichen Behandlung als auch die Lebensqualität der betroffenen Patienten. Möglich werden solche intelligenten Implantate durch Mikrosystemtechnik, Werkstofftechnologien und Nanotechnologie. Implantate können mit Hilfe dieser Zukunftstechnologien optimal an die menschliche Physiologie angepasst werden. Zudem werden sie kleiner und gleichzeitig leistungsstärker.

Quelle: bmbf.bund.de

Parkinson ausgelöst durch Pestizide?

Donnerstag, den 19. April 2007

Bisher beschränkte sich das Wissen über die Parkinson Krankheit lediglich auf das Zusammenspiel altersbedingter degenerativer Veränderungen und genetischer Faktoren. In einer kürzlich erschienen Studie konnten Wissenschaftler nun einen Zusammenhang zwischen der Entstehung der Erkrankung und dem Einsatz von Pestiziden beobachten.

Die Untersuchung betrachtete dabei die Gesundheitsdaten von Feldarbeitern, die großen Mengen Pestiziden ausgesetzt waren. Dabei zeigte sich, dass die Anzahl der Erkrankten im Verlauf der Studie anstiegen. Nach Meinung des Wissenschaftlers Doktor Freya Kamel stehen Pestizide im Verdacht den Dopaminhaushalt zu beeinflussen. Dopamin leitet als Neurotransmitter Impulse zwischen den Nerven weiter. Sterben die Gehirnzellen ab, welche diesen Botenstoff herstellen, tritt in der Folge die Erkrankung mit den dafür typischen Symptomen wie Muskelstarre, Muskelzittern oder Bewegungsarmut auf.

Schon in früheren Studien ließen sich ähnliche Zusammenhänge beobachten. Aus diesem Anlass verkündete das Bundesinstitut für Risikobewertung in einer Stellungnahme, dass es vermutlich zwischen beiden Faktoren eine Verbindung gibt, jedoch ist die Ursache für die Entstehung der Erkrankung unbekannt. Neben einem möglichen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und Parkinson Krankheit ließen sich in anderen Studien bei Personen mit häufigem Pestizidkontakt darüber hinaus DNA-Schäden feststellen. Solche Schäden können unter anderem einen Einfluss auf die Entstehung von Krebserkrankungen haben.

Daher mahnen Verbraucherschützer bereits zur Vorsicht. Denn wie sich eine regelmäßig hohe Aufnahme von pestizidgedüngtem Gemüse und Obst langfristig auf die Verbraucher auswirkt, ist noch ungeklärt. Aus Italien und Spanien importierte Ware ist in den letzten Monaten des Öfteren durch die hohe Konzentration an Schadstoffen aufgefallen. Im Schnitt ist die Belastung, den Untersuchungen des Landes Baden-Württemberg zufolge, doppelt so hoch wie bei inländischem Gemüse und Obst. Daher warnte das Bundesland in den vergangenen Wochen wiederholt vor dem Verzehr von Gemüse wie beispielsweise Paprika aus Spanien.

Ein weiterer Risikofaktor könnte die Kombination der einzelnen Pestizide darstellen, selbst wenn diese unter den Grenzwerten vorliegen. Wer generell lieber pestizidfreie Lebensmittel zu sich nehmen möchte, dem bieten sich als Alternative Produkte aus dem biologischen Anbau an.

Quelle: fet-ev.eu 


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