Archiv des Tags ‘Rente’

Gezielt die Rentenlücke schließen

Freitag, den 18. Januar 2008

Die staatliche Rente wird bei den meisten Menschen in Deutschland nicht mehr ausreichen, um die gewohnten Lebenshaltung auch im Alter annähernd halten und genießen zu können. Doch wie lässt sich diese Rentenlücke schließen?
 
Viele stehen ratlos vor den zahlreichen Vorsorgeangebot von Banken, Versicherern oder Fondsgesellschaften und fühlen sich überfordert, wenn es darum geht, die Weichen für ihre Zukunft zu stellen. Genau hier bietet der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Private Altersvorsorge“ Hilfe an. Die überarbeitete Neuauflage beschreibt individuelle Vorsorgestrategien und bietet eine gut gegliederte Übersicht zu den Vorsorgeprodukten: Riester-Verträge, Sparanlagen, Versicherungen, Fonds und Immobilien. So lassen sich gezielt die richtige Strategie und das passende Vorsorgeprodukt finden. Außerdem finden sich dort ganz aktuell die neuen Regeln zur Abgeltungssteuer ab 2009 und weitere Steuertipps.
 
Der neue Ratgeber „Private Altersvorsorge“ kostet 14,90 € und ist in allen Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen zu haben. Für zusätzlich 2,50 € für Porto und Versand kommt er – gegen Rechnung – auch ins Haus.

Bestellen kann man über die Homepage unter verbraucherzentrale-sachsen.de oder telefonisch unter der Nummer 0180-5-001433 (0,14 € je angefangene Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend).

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

Altersvorsorge - Rentenkassen wieder gut gefüllt

Freitag, den 23. November 2007

Gute Nachricht für die gesetzliche Rente: Die gute Konjunktur schlägt sich erfolgreich auf die Rentenkasse nieder. Auch die heutigen Renterinnen und Rentner sowie hunderttausende Beitragszahlende trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Die Rücklagen der Deutschen Rentenversicherung erhöhen sich für 2007.

Dennoch muss der Beitragssatz zur Rentenversicherung erst einmal auf dem heutigen Stand bleiben.

Diese Entwicklungen gehen aus dem Rentenversicherungsbericht 2007 hervor, dessen Entwurf das Bundeskabinett heute verabschiedete. Der Bericht informiert über die Finanzlage der Deutschen Rentenversicherung in den künftigen 15 Kalenderjahren.

Wichtigste Ergebnisse des Rentenversicherungsberichts

Für das Jahresende 2007 rechnet die Deutsche Rentenversicherung mit einer Rücklage von 11,5 Milliarden Euro. Ende 2006 betrug sie noch 9,7 Milliarden Euro. Die 1,8 Milliarden Euro mehr in der Kasse bedeuten eine Rücklage von 0,72 Monatsausgaben. Das sind mehr als die erforderlichen 20 Prozent einer Monatsausgabe. In den vergangen Jahren war oft dieser Betrag nicht sichergestellt.

Der Zuwachs kommt nicht nur aus der anhaltend positven konjunkturellen Entwicklung. Auch die Anhebung des Beitragssatzes von 19,5 auf 19,9 Prozent zum 1. Januar 2007 trug dazu bei.

Der Beitragssatz bleibt dennoch bis zum Jahr 2010 bei 19,9 Prozent stabil. Im Jahr 2011 kann er nach den derzeitigen Berechnungen wieder sinken - auf 19,4 Prozent. Dann nämlich wird der obere Zielwert der Nachhaltigkeitsrücklage von 1,5 Monatsausgaben erreicht.

Der Beitragssatz darf bis zum Jahr 2020 einen Wert von 20 Prozent und bis zum Jahr 2030 einen Wert von 22 Prozent nicht übersteigen.

Das Rentenniveau - also das Verhältnis der Rente eines Durchschnittsverdieners zum durchschnittlichen Nettoverdienst aller Beschäftigten - liegt bis 2020 bei mindestens 46 Prozent und darf bis zum Jahr 2030 einen Wert von 43 Prozent nicht unterschreiten.

Mehr Rentenbezieher

Am 1. Juli 2006 zahlte die Deutschen Rentenversicherung fast 24,5 Millionen Renten an gut 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner. Im Jahr 2006 überstieg die Zahl derjenigen, die erstmals eine Rente bezogen, die Zahl derer, die keine Renten mehr bezogen. Eine große Herausforderung für die gesetzliche Rente.

Hinzu kamen die Besonderheiten in Ostdeutschland. Männer aus den neuen Bundesländern hatten 2006 durchschnittlich 45 Beitragsjahre zur Rentenversicherung. Das sind fünf Jahre mehr als die Beitragszeiten westdeutscher Männer. Die durchschnittlichen rentenrechtlichen Zeiten bei den Frauen lagen im Osten sogar um über elf Jahre höher als in den alten Ländern. Frauen im Westen kamen auf durchschnittlich 26,1 Jahre Beitragsjahre gegenüber 37,4 Jahren für Frauen aus dem Osten.

Von den 243,1 Milliarden Euro Gesamteinnahmen der Deutschen Rentenversicherung in 2006 kamen 74,3 Prozent aus Beitragsmitteln, 25,2 Prozent waren Bundeszuschüsse. Die 235,5 Milliarden Euro Gesamtausgaben wurden zu 90,2 Prozent für die Auszahlung von Renten aufgewendet.

Guter Lebensstandard auch im Alter

Die gesetzliche Rentenversicherung ist und bleibt die wichtigste Säule der Alterssicherung. Ziel der Bundesregierung ist, die gesetzliche Rentenversicherung nachhaltig auf eine solide Finanzgrundlage zu stellen und langfristig zu sichern. Dazu sind mit den Beschlüssen zur Rente mit 67 die notwenigen Grundlagen geschaffen worden.

Dennoch werden die betriebliche Altersversorgung und private Zusatzvorsorge immer wichtiger. Vor allem dann, wenn die Menschen ihren Lebenssstandard des Erwerbslebens halten wollen.

Die Bundesregierung fördert deshalb private Vorsorge mit Steuerbefreiungen und staatlichen Zulagen. So fallen auch zukünftig keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf Beiträge zur Betriebsrente an. Beschäftigte können daher weiterhin Teile ihres Einkommens für die betriebliche Altersvorsorge steuer- und sozialabgabenfrei ansparen. Bisher war die Sozialabgabenfreiheit bis Ende 2008 befristet.

Und die private Vorsorge über die Riester-Rente ist eine Erfolgsgeschichte. Im dritten Quartal dieses Jahres haben sich mehr als 635.000 Frauen und Männer zum Abschluss einer Riester-Rente entschlossen. Damit ist mit nunmehr 9,7 Millionen Verträgen bereits jetzt die 10-Millionen-Grenze in Reichweite.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung  

Steuersparangebote im Jahresschlussverkauf

Mittwoch, den 21. November 2007

Die Verbraucherzentrale Sachen warnt vor übereilten Vertragsabschlüssen

Meistens fängt alles mit einem unerbetenen Telefonanruf und der Frage an, ob Interesse am Steuern sparen besteht. Schnell kommt es dann zu Hause zu einem vereinbarten Vertreterbesuch, dem dann noch ein Besuch in den Büroräumen des Anbieters folgt. Derzeit ist das oft in Berlin, zum Beispiel bei der SaFin Wirtschaftsberatungsgesellschaft mbH (Berlin) oder bei der UVBD Unabhängige Verbraucherberatung Deutschland (Hannover) der Fall. Dabei werden sächsischen Verbrauchern erhebliche Steuerersparnisse in Aussicht gestellt, sofern sie in eine (denkmalgeschützte) Immobilie investieren. „Zweifel an diesem Geschäft kommen vielen Betroffenen leider erst zu spät“, kann Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen aus der täglichen Beratungspraxis bestätigen.

Der Verkauf von Steuersparanlagen hat jetzt kurz vor Jahresende wieder Hochkonjunktur. „Viele Verbraucher reagieren beim Thema Steuern sparen leider oft unüberlegt und sind deshalb leichte Beute für Vermittler“, weiß Hoffmann. Vertrauensvoll händigen die Angesprochenen den Anbietern Originalunterlagen, wie Lohnsteuerbescheide oder Versicherungspolicen aus oder unterschreiben ohne viel nachzudenken Verträge. Meistens kommt nach wenigen Tagen die Reue, und der Ärger fängt an. Die Unterlagen der Verbraucher werden mitunter nicht sofort wieder freiwillig herausgegeben, stattdessen werden die Betroffenen unter Druck gesetzt, einen Vertrag abzuschließen. Wurden bereits Verträge unterzeichnet, kommt man aus diesen nicht ohne Weiteres und selten schadlos wieder heraus.

Deshalb heißt es, vor dem Schaden klug zu sein. Die unzulässigen Telefonanrufe sollten am besten gleich abgebrochen werden. Wer persönlichen Kontakt zu den Vermittlern aufnimmt, sollte zunächst keine Originalunterlagen aushändigen und sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. In jedem Fall empfiehlt es sich, vor Unterzeichnung von in diesem Zusammenhang angebotenen Dienstleistungs-, Kauf- und Kreditverträgen ein paar Nächte darüber zu schlafen und eine anbieterunabhängige Prüfung durch die Verbraucherzentrale Sachsen vornehmen zu lassen.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.  


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