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Ohne Rückenschmerzen entspannt durchschlafen

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Bett. Schlaf sorgt für Gesundheit, Entspannung und Lebensfreude. Millionen Menschen leiden jedoch täglich unter Schlafstörungen. Häufigster Grund: Starke Schmerzen in der Wirbelsäule rauben die nächtliche Ruhe. „Durch das schmerzbedingte nächtliche Wälzen fällt es Rücken und Rückgrat besonders schwer, sich von alltäglichen Belastungen zu erholen“, erklärt Dr. med. Munther Sabarini, Neurochirurg und Begründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin. Wer aber Bettausstattung und Schlafzeit besondere Aufmerksamkeit widmet, schläft bald wieder ohne Schmerzen durch.

Gute Schlafbedingungen schaffen

Viele Morgenmuffel kennen das Problem: Falsche Unterlagen oder Kissen beeinflussen den Ruhezustand und verursachen Probleme in der Wirbelsäule. Um den ständigen Wechsel von Bauch auf Seite oder Rücken zu umgehen, bringt eine stabile Matratze mit Lattenrost erste Erleichterungen. Hier hilft eine Faustregel: 20 cm länger als die eigene Körpergröße, schafft sie genug Bewegungsfreiraum. Bei Doppelbetten bieten getrennte Matratzen den Vorteil, dass sie sich besser an die individuellen Körpereigenschaften und Schlafgewohnheiten anpassen. Käufer sollten besonders auf den Härtegrad achten. Zu weiche Matratzen bieten keine Stabilität und fördern den „Hängematteneffekt“. Daher schützen Unterlagen mit mittlerer Stärke am besten vor Verspannungen. Zusätzlich sorgen spezielle Nackenkissen oberhalb der Schulter für guten Halt und eine gesunde Schlafposition. „Hochwertige Unterfederungen bewirken optimale Bewegungsfreiheit des Rückens. Durch mehrmaliges nächtliches Verändern der Körperlage füllen sich die Bandscheiben, sodass sich der Rücken optimal erholt. Schmerzen in der Wirbelsäule gehören so der Vergangenheit an“, fügt Wirbelsäulenexperte Dr. Sabarini hinzu.

Ausreichend Schlaf beugt Erkrankungen vor

Schlaf beeinflusst den Organismus, wirkt Rückenproblemen entgegen und fördert die körperliche Fitness. Wer schlecht oder nur wenig schläft, klagt öfter über Beschwerden in der Wirbelsäule. Als gesunde Richtwerte gelten für Erwachsene acht Stunden. Kindern zwischen fünf und 13 Jahren empfiehlt sich, eine „Netto-Schlafzeit“ von 10 Stunden einzuhalten. Aufgrund des veränderten Stoffwechsels reicht für Senioren fünf bis sieben Stunden nächtliche Ruhe. Wer an Schlafstörungen leidet, sollte zusätzlich auf ein gut gelüftetes Schlafzimmer achten. Idealwerte liegen zwischen 14 und 16°C. Weiterhin gilt: aufdringliche Duftstoffe wie Parfüms oder Aftershaves aufgrund des starken Wachreizes entfernen.

Quelle: spine-clinic.de; openpr.de

Nicht nur Kälte verursacht Rückenbeschwerden

Montag, den 3. Dezember 2007

 

Bewegungsmangel fördert Beschwerden in Wirbeln und Bandscheiben

München - Bei kaltem und nassem Wetter klagen viele Menschen über Rückenbeschwerden. Zwar lindern Wärmflaschen, Decken oder Wärmepflaster die Schmerzen, doch nicht immer gilt Kälte als Ursache. „Vielmehr sorgen ungemütliches Wetter und kurze Tage dafür, dass wir uns weniger bewegen“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga und Orthopäde aus München. Gewöhnlich laden im Winter Fernsehgerät und kuscheliges Sofa oder Bett dazu ein, sich drinnen vor der Kälte zu verkriechen. Selbst für kurze Wegstrecken fahren nun viele mit dem Auto. Daraus resultieren akuter Bewegungsmangel und damit verbundene Rückenschmerzen.

Aktiv durch den Winter
Deshalb rät der Wirbelsäulenspezialist auch im Winter zu ausreichender Bewegung. „Mit der richtigen Kleidung und festem Schuhwerk macht ein ausgedehnter Winterspaziergang sehr viel Spaß“, weiß Dr. Schneiderhan. Auch rückenschonende Sportarten wie Walking, Nordic-Walking oder Skilanglauf bieten sich in dieser Jahreszeit geradezu an. Im Alltag genügen bereits kleine Verhaltensänderungen. Ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß – für kurze Strecken empfiehlt es sich, das Auto einfach mal stehen zu lassen. In Gebäuden besser die Treppe als den Fahrstuhl benutzen. Natürlich gibt es immer wieder Wetterphasen, in denen niemand gern vor die Tür geht. Neben Rückenübungen, die sich dann einfach und schnell im heimischen Wohnzimmer durchführen lassen, bieten sich wetterunabhängige Sportarten an. So stärkt zum Beispiel regelmäßiges Schwimmen die Rückenmuskulatur. Dabei sorgt das Wasser für eine optimale Gewichtsentlastung. Oft lohnt sich auch ein Blick in die Angebote von örtlichen Sportvereinen. Um den inneren Schweinhund zu überwinden, hilft es gewöhnlich, sich mit anderen Gleichgesinnten zusammenzutun.

Sanfte Bewegung lindert Schmerzen
Auch bei bereits vorhandenen Rückenbeschwerden empfiehlt sich schonende Bewegung. Be- und Entlastungen verursachen eine Pumpbewegung, wodurch sich die Bandscheiben wie Schwämme mit Wasser und Nährstoffen vollsaugen. „Speziell in der Wirbelsäule führt Schonung zudem schnell zu Fehlhaltungen und einem Abbau der stabilisierenden Muskeln“, erklärt Dr. Schneiderhan, „Belastungen wirken so direkt auf die Wirbel und Bandscheiben.“ Sobald die Schmerzen jedoch länger als zwei Tage andauern, gilt es, sofort einen Arzt aufzusuchen, um Ursachen und weiteres Vorgehen zu bestimmen.

Quellen: orthopaede.com, openpr.de

Rückenschmerzen

Samstag, den 22. September 2007

Die Behandlung von bandscheibenbedingten Rückenschmerzen mit körpereigenen, entzündungshemmenden Proteinen ist wirksam und sicher. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Spine veröffentlicht wurde. Ziel der klinischen Studie war es, die Wirkung der mit dem Orthokin-Verfahren hergestellten körpereigenen Schutzproteine mit der Standardtherapie Kortison zu untersuchen und zu vergleichen. Über den Zeitraum von sechs Monaten konnten mit dem Biological bessere Ergebnisse als mit der Kortisonbehandlung erzielt werden.

10% der Bevölkerung leiden an Bandscheibenvorfällen und Rückenschmerzen. Das Kreuz mit dem Kreuz kann je nach Alter verschiedene Gründe haben. Im mittleren Alter, wenn die Muskulatur noch kräftig ist, sind häufig Bandscheibenvorfälle die Ursache des Leidens. Besonders häufig sind Männer betroffen. Älteren Menschen machen oft Veränderungen der Wirbelsäule und Abnutzungserscheinungen zu schaffen. Auch Fehlhaltungen, genetische Faktoren oder seelische Belastungen spielen eine Rolle. Gemeinsam ist vielen Rückenleiden, dass Bandscheibe oder Knochen auf die empfindlichen Nerven drücken und dadurch Schmerzen, Bewegungseinschränkungen sowie Gefühlsstörungen auslösen.

Wenn der Rücken wegen eines Bandscheibenvorfalls Schmerzen bereitet, ist in der Regel ein eingeklemmter oder entzündeter Nerv die Ursache. Beim Bandscheibenvorfall gerät die Bandscheibe aus ihrer ursprünglichen Position und drückt auf die Nervenwurzel. Dabei kommt es zur Ausschüttung von bestimmten Botenstoffen des Immunsystems. Diese Stoffe sind für Entzündung, Schmerz und Gefühlsstörungen verantwortlich. Durch die Behandlung mit den biologischen Gegenspielern, insbesondere Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1Ra), können Entzündungen und Schmerzen jedoch gestoppt werden.

„Ausgehend vom Verständnis dieser Krankheitsmechanismen haben wir mit der Orthokin-Therapie einen völlig neuen Ansatz in der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen entwickelt”, erklärt Prof. Dr. med. Peter Wehling, Vorstandsvorsitzender der Orthogen AG.. Bei dem von Wehling und dem Molekularbiologen Dr. Julio Reinecke entwickelten Verfahren werden diese Proteine aus dem Blut des Patienten gewonnen. Dazu nehmen die Ärzte dem Patienten mit einer Spezialspritze Blut ab. Die Blutzellen werden darin zur Produktion von IL-1Ra und anderen Zytokinantagonisten und Wachstumsfaktoren angeregt. Nach der Aufarbeitung im Labor kann diese Proteinlösung entnommen und in Form von Spritzen verabreicht werden.

Wehling hatte sich 1991 mit einer Arbeit über Prozesse an der Nervenwurzel und Schmerzentstehung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf habilitiert. 1997 folgte die Entwicklung der Orthokin-Therapie zur Behandlung von Arthrose. Seit einigen Jahren wird das Verfahren auch bei Bandscheibenvorfällen und anderen Rückenleiden eingesetzt und ist in einer unabhänigen klinischen Studie an der Ruhruniversität Bochum untersucht worden.

84 Patientinnen und Patienten, die unter druckbedingter Nervenwurzelentzündung der Lendenwirbelsäule litten, nahmen an der randomisierten, prospektiven, doppelblinden klinischen Studie teil. In der von der Ethikkommission der Universität Bochum genehmigten Studie wurden 32 Patienten mit der Orthokin-Therapie behandelt, 27 Patienten erhielten 5 mg Kortison, weitere 25 Teilnehmer bekamen 10 mg Kortison. Alle drei Medikamente wurden als Injektionen an die betroffene Nervenwurzel verabreicht, wobei die Patienten drei Spritzen im Abstand von einer Woche erhielten. Die Studienteilnehmer wurden über sechs Monate medizinisch betreut. Die Kontrollen erfolgten sechs, zehn und 22 Wochen nach der ersten Injektion.

Wichtigstes Messinstrument für die Schwere der Erkrankung, war die wissenschaftlich anerkannte Visuelle Analogskala, auf der die Patienten auf einer Skala von 0 bis 100 die Intensität ihrer Schmerzen angeben (0 = kein Schmerz, 100 = höchster vorstellbarer Schmerz). Alle Probanden gaben zu Studienbeginn mittlere bis starke Schmerzen an (VAS=80), die mindestens seit sechs Wochen bestanden. Vier Wochen nach den Behandlungen zeigte sich bei allen Patienten eine statistisch signifikante Besserung der Symptome (VAS 30-34). Im Verlauf der Studie gingen die Schmerzen der Orthokin-Patienten weiter zurück auf VAS=15, während sich bei den Kortisonpatienten das Schmerzniveau auf VAS=24 bzw. VAS=34 einpendelte. Insgesamt war die Schmerzreduktion unter der Orthokin-Therapie größer als unter der Standardtherapie.

„Diese Studie hat unsere Ergebnisse bestätigt und erstmals nachgewiesen, dass es eine wirksame, gut verträgliche Alternative zur Behandlung mit Kortison gibt”, sagte Wehling. Die weit verbreitete Standardtherapie mit Kortison ist wirksam, jedoch mit möglichen Nebenwirkungen verbunden. Wiederholt man die Gabe von Kortison zu häufig, kann es unter Umständen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen, wie Schwächung des Immunsystems, Osteoporose, Wassereinlagerungen oder Stoffwechselentgleisungen kommen. Die Behandlung mit dem körpereigenen Wirkstoff kann daher jedem Patienten empfohlen werden, der eine natürliche, nebenwirkungsarme und wirksame Behandlung wünscht.

Quelle: Orthogen AG / orthokin.de  

Hexenschuss: Teuflischer Schmerz im Rücken

Sonntag, den 22. April 2007

Beschwerden deuten häufig auf andere Erkrankungen hin!Völlig unerwartet schlägt der Hexenschuss zu – schweres Heben, eine falsche Bewegung oder eine abrupte Drehung sorgen für plötzliche und unerträgliche Schmerzen im Wirbelsäulenbereich. Betroffene verspüren oftmals derart starke Beschwerden, dass alltägliche Tätigkeiten unmöglich werden. „Fälschlicherweise verwechseln viele Patienten einen Hexenschuss, in der Fachsprache auch Lumbago genannt, mit einem Bandscheibenvorfall. Ausgelöst durch eine Reizung der sensiblen Nervenfasern der Wirbelsäule stellt der Hexenschuss ein Symptom für verschiedene Erkrankungen dar“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München.Unterschiedliche Ursachen gelten als Auslöser

Am häufigsten entsteht der Hexenschuss im Bereich der Lendenwirbelsäule. „Nach dem akuten Stich treten zunächst ein starkes Schmerzgefühl und anschließend eine Bewegungssperre ein“, erklärt Dr. Schneiderhan, Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga e. V. Dadurch können Betroffene nur unter Schmerzen aufstehen und gehen notgedrungen in einer gekrümmten Haltung. Auch beim Sitzen und Liegen sowie beim Husten oder Lachen verspüren sie extreme Beschwerden. Bandscheibenvorfälle und Bandscheibenvorwölbungen gelten neben Arthrose – Verschleiß an Wirbelkörpern und Gelenken – sowie der Knochenschwunderkrankung Osteoporose als häufigste Auslöser des Hexenschusses. Extremes Übergewicht, Bewegungsmangel und einseitige Belastungen fördern ebenfalls die Erkrankung.

Sofort-Maßnahmen lindern den akuten Schmerz

Tritt ein Hexenschuss auf, hilft Folgendes: am besten auf den Rücken legen, Unterschenkel auf einem Stuhl platzieren, wobei die Knie einen rechten Winkel bilden, und ungefähr zehn Minuten liegen bleiben. So entspannt die Lendenwirbelsäule und nimmt den Druck von den unteren Bandscheiben. Hexenschuss verhärtet die untere Rückenmuskulatur. Abhilfe schaffen Wärmekissen oder Wärmflaschen. Sie fördern die Durchblutung und lindern den Schmerz. „Bestehen die Schmerzen länger als zwei Tage, sollten Betroffene einen Orthopäden aufsuchen und sich gründlich untersuchen lassen“, empfiehlt Dr. Schneiderhan.

Moderne Behandlungswege bei extremen Beschwerden

„Wenn keine konservativen Maßnahmen wie Krankengymnastik, Physiotherapie oder Medikamente helfen, müssen bei lang anhaltenden Beschwerden die Ursachen gezielt mit modernen Therapien behandelt werden“, erklärt Dr. Schneiderhan. Bei Bandscheibenvorfall oder Bandscheibenvorwölbungen setzt der Mediziner beispielsweise den schonenden Wirbelsäulenkatheter ein. Mithilfe einer Spezialkanüle und einer kleinen Sonde spritzt er eine Medikamentenmischung direkt an die schmerzende Nervenwurzel zwischen Rückenmarkshülle und Wirbelkanal und beruhigt so gereizte Stellen. Parallel entzieht ein Kochsalz-Enzymgemisch dem umliegenden Gewebe Flüssigkeit. In der Folge schrumpft dieses und engt keine Nerven mehr ein. Resultiert der Hexenschuss aus arthrosebedingten Verschleißerkrankungen, vermindern gezielte Infiltrations- oder Hitzesondebehandlungen Beschwerden. Vorteil: Diese schonenden Methoden dauern nur 40 bis 60 Minuten und verkürzen stationäre Aufenthalte und Rehabilitationszeiten. Ebenfalls bietet die Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen sämtliche minimalinvasiven und neurochirurgischen Methoden auch für Kassenpatienten an, wenn ein stationärer Aufenthalt medizinisch begründet ist.

Bewegung stärkt Muskeln langfristig

„Um langfristig einem Hexenschuss vorzubeugen, muss die gesamte Rückenmuskulatur gestärkt werden. Je kräftiger die Muskulatur, desto mehr entlastet sie die Wirbelsäule“, verdeutlicht der Wirbelsäulenspezialist. Bereits regelmäßiges Radfahren oder Schwimmen stabilisiert das Muskelkorsett. Rückenschulen oder spezielle Wirbelsäulengymnastik bauen ebenfalls gezielt schwach ausgebildete Muskelpartien auf. Tägliche Aktivitäten im Alltag wie beispielsweise zu Fuß gehen oder Treppensteigen statt Fahrstuhlfahren kräftigen langfristig die Muskelstränge. Um Übergewicht vorzubeugen, gilt es, neben ausreichender Bewegung auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten.

Weitere Informationen unter orthopaede.com.  

Mini-Schlauch gegen quälende Rückenschmerzen

Freitag, den 20. April 2007

Kleiner Eingriff zur Linderung bei Bandscheibenvorfällen!

Rückenleiden und Bandscheibenvorfälle gehören längst zu den sogenannten „Volkskrankheiten“, unter denen eine Vielzahl von Menschen quer durch alle Gesellschaftsschichten leidet. Besonders chronische Beschwerden empfinden Betroffene häufig als unerträglich. Nur eine professionell durchgeführte Therapie hilft dann noch. Entgegen den Befürchtungen zahlreicher Patienten bewirkt oft schon eine kurzzeitige Behandlung an der Lendenwirbelsäule eine große Linderung des Leidens.

„Möglich macht dies die Methode der Epiduralen Infiltration“, erklärt Dr. med. Munther Sabarini, Neurochirurg und Begründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin. Bei diesem Verfahren, kurz EpIn, führt der Arzt unter örtlicher Betäubung und ohne chirurgische Schnitte einen Spezialkatheter durch den Spinalkanal am unteren Ende des Steißbeines bis zur betroffenen Stelle. Durch diesen injiziert der Mediziner dann Substanzen, die Schwellungen vermindern, die Entzündung beseitigen und die Durchblutung der Neuralstrukturen verbessern. Während der viertägigen Tragezeit des Katheters bleiben die Patienten relativ beweglich und müssen neben einer zwei- bis dreiwöchigen Regenerationsphase nur wenige Einschränkungen in Kauf nehmen.

„Wir führen diese Therapie in der Wirbelsäulenklinik fast täglich durch und erreichen dabei eine beachtliche Erfolgsquote“, betont Dr. Sabarini. Auf Hilfe durch dieses Verfahren können Patienten mit bestimmten Bandscheibenvorwölbungen und Bandscheibenvorfällen hoffen. Aber auch Schmerzen bei Verschleißerscheinungen und Einengung des Spinalkanals behandelt der Berliner Mediziner erfolgreich mit dieser Methode. Es handelt sich um Patienten, bei denen die konservativen Therapien nicht helfen und es noch keinen Grund für eine Operation gibt. Zur Anwendung kommt die Epidurale Infiltration zudem bei Gleitwirbeln und Rückenschmerzen mit und ohne Ausstrahlung in Extremitäten sowie bei Schmerzen nach offenen Operationen. Verschleißerscheinungen hebt die Epidurale Infiltration allerdings nicht auf. Jedoch begünstigt die langfristig erzielte Linderung der Schmerzen die Bewegungsfreiheit der Menschen. Aus der Zunahme der körperlichen Aktivitäten resultiert dann zumeist eine Erstarkung der Muskulatur, die dann ihrerseits wiederum den gesamten Rückenbereich entlastet.

Viele Betroffene mit Bandscheibenproblemen scheuen den Gang zum Spezialisten, weil sie eine Operation unter Vollnarkose befürchten, stellt Dr. Sabarini, der Anfang des Jahres auch eine Niederlassung in Hamburg eröffnet hat, in seiner täglichen Praxis immer wieder fest. In den meisten Fällen besteht jedoch überhaupt keine Notwendigkeit für einen derartigen Eingriff. Vor einer Behandlung sollte aber immer erst eine ausführliche ärztliche Beratung in ruhiger Atmosphäre stattfinden, um die Vor- und Nachteile der einzelnen möglichen medizinischen Verfahren zu erörtern und diese dann individuell auf jeden Patienten abzustimmen.

Weitere Informationen unter spine-clinic.de.  


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