Archiv des Tags ‘Senioren’

BetrĂĽger mit Enkeltrick unterwegs!

Montag, den 28. Juli 2008

Nachdem bereits am 17.06.2008 eine 78-Jährige Seniorin in Werneuchen betrogen wurde ist es dem oder den Tätern nun offenbar gelungen eine 78-jährige Seniorin in Tempelfelde zu betrügen. Darüber hinaus hatten die Täter auch versucht eine 77-jährige Bernauerin um ihr Geld zu prellen. Hier hatte allerdings eine aufmerksame Nachbarin die Frau gewarnt, so dass ein Schaden verhindert werden konnte.

Wie der Polizei gestern Abend angezeigt wurde, hat ein unbekannter Mann am gestrigen Tage telefonischen Kontakt zu einer 77-jährigen Bernauerin aufgenommen und sich als ihr Schwiegersohn ausgegeben. Er bat sie dringend um Geld. Als Grund gab er an, dass er vom Zoll beim illegalen Zigarettenschmuggel erwischt worden sei, dort festgehalten werde und Strafe zahlen müsste. Er wollte eine andere Person schicken, dem sie das Geld dann übergeben sollte.

Ein weiterer Kontakt kam nicht zustande, weil die Adresse im Telefonbuch nicht mit der neuen Adresse der Frau übereinstimmte, was die Täter nicht wissen konnten. Darüber hinaus wurde die Frau auch von ihrer Nachbarin gewarnt, vorsichtig zu sein und niemandem das Geld auszuhändigen.

In einem weiteren Versuch gelang es dem oder den Tätern leider zum Ziel zu kommen. Hier handelte es sich um eine Frau aus Tempelfelde. Ihr wurde auch diese Geschichte erzählt, nur dass die Geschädigte glaubte mit ihrem Neffen zu sprechen. Diesmal fand eine Geldübergabe an einen unbekannten Mann  statt und die Täter erbeuteten einen Geldbetrag in dreistelliger Höhe.

Es ist nicht auszuschließen, dass der oder die Täter in den nächsten Tagen noch weiter agieren werden und nach Opfern suchen.

Vor diesen Hintergrund bitten die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Helfen Sie uns durch Aufklärung weitere Betrugsfälle zu verhindern. Zielgruppe dieser Täter sind hauptsächlich Senioren.

Es ist deshalb wichtig als Familienmitglieder, Verwandte, Nachbarn oder  Betreuer von älteren Bürgern, diese darauf hinzuweisen, dass die Möglichkeit besteht Opfer zu werden. Informieren Sie Senioren über die Vorgehensweise der Täter und geben Sie folgende Ratschläge:

Immer misstrauisch sein, wenn jemand, unter welchem Vorwand auch immer,
telefonisch in Kontakt tritt. Insbesondere wenn es um Geld geht, niemals gutgläubig sein, sondern eine Person des Vertrauens hinzuziehen.
Bestehen von Anfang an Zweifel, dann sollte sofort die Polizei informiert werden.

Die Täter sollte man nicht unterschätzen, denn sie gehen sehr professionell vor. Sie sind in der Lage durch geschickte Fragestellungen dem potenziellen Opfer Kenntnisse zu entlocken, die sie anschließend sofort in betrügerischer Absicht gegen die Betroffenen einsetzen. Mit nahezu schauspielerischen Aktionen, täuschen sie Lebenssachverhalte vor, die ihnen ohne weiteres abgenommen werden und immer wieder lassen sich die Betrüger neue Legenden einfallen.

In einer Betrugsserie, die sich Ende des vergangenen Jahres im Oberbarnim ereignete, gelang es den Tätern in drei von insgesamt sechs Versuchen ihre Opfer zu täuschen. Davon kam es in zwei Fällen nur durch Glück nicht zur Geldübergabe. Allerdings in zwei dieser Fälle machten die Täter Beute von insgesamt 4.800 €. Die Legende, die hier erzählt wurde, war ein naher Verwandter, der sich telefonisch zum „Kaffeetrinken“ anmeldete und dazu auch Kuchen mitbringen wollte. Während die Opfer bereits freudig Kaffee kochten, ereilte sie die Nachricht, wieder per Telefon, dass der Enkel, Neffe oder Schwiegersohn einen Autounfall verursacht hatte und dringend Geld benötigte, um den Unfallgegner auszubezahlen. Dringend deshalb, weil sonst die Polizei hinzugezogen werden würde und er seinen Führerschein wahrscheinlich verlieren wird. Auch hier wurden die Opfer in Aufregung versetzt, indem eine Notlage vorgetäuscht wurde.

Diese Fälle konnten jedoch im Februar dieses Jahres durch eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit der Polizei aufgeklärt werden. Zwei Tatverdächtige wurden in Mecklenburg Vorpommern auf frischer Tat festgenommen. Der Haupttatverdächtige erhielt sofort Haftbefehl.

Das war ein großer Erfolg, denn diese Täter agieren äußerst vorsichtig, observieren ihre Opfer und deren Umgebung. Bei der kleinsten Auffälligkeit ziehen sie sich sofort zurück und melden sich nicht mehr.

Die Polizei bittet deshalb grundsätzlich alle Bürger, die Opfer oder Zeuge einer solchen oder ähnlichen Straftat geworden sind, sich bei der Polizei zu melden, denn jeder Hinweis kann helfen, Straftaten aufzuklären und damit weitere ähnliche Taten zu verhindern.

Quelle: Polizei Brandenburg

Senioren in Unfälle verwickelt

Mittwoch, den 11. Juni 2008

Eine 83jährige Seniorin ist am 09.06.2008 von einem Auto angefahren und verletzt worden. Die Frau hatte die Paulstraße in Kaiserslautern überquert und wurde von einem Pkw erfasst, dessen 71jähriger Fahrer beim rückwärts Ausparken die Seniorin übersehen hatte. Durch den Anstoß stürzte die 83jährige und zog sich Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Nicht viel später kam es in der Fruchthallstraße zu einem Unfall, als eine Passantin die Straße trotz Rotlicht der Fußgängerampel überquerte. Die 78jährige trat gegen 10.30 Uhr in Höhe der Schneiderstraße unvermittelt auf die Fahrbahn und brachte dadurch zwei Autofahrer in die Bredouille, die bei Grün die Kreuzung passieren wollten. Während der 72jährige Pkw-Fahrer seinen Ford noch rechtzeitig zum Stillstand bringen konnte, wurde der nachfolgende Lkw-Fahrer durch das Bremsmanöver so überrascht, dass er einen Auffahrunfall nicht mehr vermeiden konnte. Er krachte auf das Heck des Vordermannes, wodurch die 69jährige Beifahrerin leicht verletzt wurde.

Die Fußgängerin gab an, dass sie durch die Sonne geblendet war und aufgrund einer Augenerkrankung das Rotlicht nicht erkannt habe.

Quelle: Polizei Kaiserslautern

Zwei ältere Damen haben sehr gut auf einen Enkeltrick reagiert

Freitag, den 23. Mai 2008

Die eine Seniorin beendete einfach das Telefongespräch und die andere besprach sich mit ihrer Familie, bevor sie eine größere Geldsumme übergab.

Bei den Frauen hatte sich am Wochenende telefonisch ein angeblicher Enkel gemeldet. Er erzählte von seinen Problemen und erbat im ersten Fall, schließlich fordernd, 40.000 Euro für den Kauf eines Autos. Er bewegte die vermeidliche Großmutter zum Abbuchen des Geldes. Bevor sie das Geld jedoch übergab, redete sie mit ihrer Schwiegertochter darüber und bewertete das Telefongespräch somit in aller Ruhe. Schnell wurde die betrügerische Absicht des Anrufers erkannt. Die Zahlung erfolgte aus diesem Grund nicht. Die Polizei wurde informiert.

Gerde bei Geldzahlungen sollte immer genügend Zeit für eine Beratung bleiben! Der Sachverhalt kann noch so dringend gestaltet sein, Zeit für ein Gespräch mit Angehörigen oder sogar der Polizei oder dem vertrauten Bankbediensteten sollte man sich immer nehmen.

Mit der zweiten Dame hatte der Betrüger noch größere Probleme. Sie legte einfach auf, als sie bemerkte, dass sie für eine Paketlieferung für einen der Seniorin unbekannten Angehörigen bezahlen sollte.

Quelle: Polizei Rheinland- Pfalz

Pflegehotline berät zum Thema Betreutes Wohnen

Dienstag, den 20. Mai 2008

Wer sich für die alternative Wohnform Betreutes Wohnen interessiert, hat hier oft die Vorstellung, dass diese Wohnart ein umfangreiches Betreuungs- und Versorgungsangebot für den dritten Lebensabschnitt ist. Zugleich soll auch für einen evtl. Pflegebedarf vorsorgt werden. Die Art und der Umfang der möglichen Hilfen unterscheiden sich in der Praxis jedoch beträchtlich. Nicht selten kommt es vor, dass ältere Menschen mit völlig falschen Ansichten eingezogen sind oder Kinder in bester Absicht für ihre Eltern eine Wohnung im Betreuten Wohnen gemietet haben ohne zu überprüfen, ob es die am besten passende Wohnform ist. An der Pflegehotline des Netzwerks Pflegeberatung beraten Experten zu Fragen rund um dieses Thema:

Hotline fĂĽr Interessierte:
montags und mittwochs von 10.00 bis 13.00 Uhr und
donnerstags von 14.00 bis 18.00 Uhr

unter der Rufnummer 01803 – 77 05 003
(Der Anruf aus dem deutschen Festnetz kostet 9 Cent pro Minute; Mobilfunkpreise abweichend).

Folgendes sollte bei der Auswahl der richtigen Wohnform beachtet werden.

Wunsche und Bedarf: Am beginn des Wohnungschecks steht die Frage ob man wirklich umziehen will (muss) oder ob nicht eine altersgerechte Veränderung der eigenen Wohnung die bessere Alternative ist. Geklärt werden sollte darüber hinaus, wie viel Hilfe und Unterstützung etwa bei der Haushaltsführung und -organisation benötigt wird und wie verlässlich Unterstützung in verschiedenen Bereichen durch Familie und Freunde oder durch externe Pflege- Dienstleister möglich ist. Auch sollte man sich über die persönlichen Neigungen und Anforderungen rund um das Wohnumfeld im Klaren sein.

Einen Überblick verschaffen: Zurzeit gibt es leider nur lückenhafte Adresssammlungen von Einrichtungen des Betreuten Wohnens. Adressen gibt es bei den örtlichen Wohn- oder Sozialämtern und den Wohn- und Pflegeberatungsstellen. Bei Wohnungen der engeren Wahl sollte nach Informationsmaterial über die Anlage und nach Miet- und Betreuungsverträgen sowie nach einer Preisübersicht gefragt werden. Hierbei ist besonders wichtig zu klären, welche Leistungen und Kosten zu erwarten sind und welche Regelungen zu treffen sind.

Das Serviceangebote: Es sollte nach den Möglichkeiten der Pflege bei Krankheit und dauernder Pflegebedürftigkeit gefragt werden. So gewinnt man einen Eindruck, ob im Pflegefall ein erneuter Umzug ausgeschlossen werden kann.

Alternative Wohnformen: Auch wenn die Prospekte mancher Anbieter einen anderen Eindruck erwecken wollen das Betreutes Wohnen ist nur eine von vielen Wohnformen im vorgeschritten Lebensalter. Vor einem Umzug sollte eingehend geprüft werden, ob sich ambulant betreute Wohngemeinschaften oder andere alternative Modelle wie z.B. einer „Hausgemeinschaft im Altenheim“ für den individuellen Bedarf als Wohnform besser eignen.

Quelle: Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e. V.

Weitere kostenlose Informationen zu diesem und vielen weiteren Themen sowie eine kostenlose Checkliste fĂĽr Pflegeheime finden Sie auch in der Infothek von Senioren-Kompass.

Ratgeber Betreutes Wohnen im Alter

Mittwoch, den 14. Mai 2008

Auch wenn die Kräfte langsam nachlassen, möchten viele ältere Menschen meist so lange wie möglich eigenständig in ihrer eigenen Wohnung leben. Wird jedoch eine ständige Pflege erforderlich, bietet sich das „Betreute Wohnen“ als zweckmäßige Wohnform an.

Hinter dem Begriff ‚betreutes Wohnen’ verbergen sich in der Praxis ganz unterschiedliche Konzepte. Gemeinsam ist allen, dass Pflegebedürftige in altengerechten Wohnungen je nach Bedarf unterstützende Dienstleistungen in Anspruch nehmen können.

Der neu aufgelegte Ratgeber der Verbraucherzentrale Sachsen e.V. „Betreutes Wohnen“ hilft, die Entscheidung zum betreuten Wohnen vorzubereiten und das passende Angebot auszusuchen. Auf 224 Seiten kann im Ratgeber nachgelesen werden, ob diese Wohnform im Einzelfall passt und worauf bei der Wahl einer Wohnung zu achten ist. Kosten, Leistungen, und Verträge stehen bei der Suche nach einem geeigneten Wohnsitz im Mittelpunkt. Hat man sich für das betreute Wohnen entschlossen, unterstützen zahlreiche Tipps und Checklisten Senioren und Angehörige bei der richtigen Einrichtung.

Der Ratgeber „Betreutes Wohnen“ kostet 9,90 € und ist in allen Beratungseinrichtungen der Verbraucherzentrale Sachsen zu haben. Für zusätzlich 2,50 € für Porto und Versand kommt er  gegen Rechnung auch in Haus.

Bestellen kann man über die Homepage unter verbraucherzentrale-sachsen.de oder telefonisch unter der Nummer 0180-5-001433 (0,14 € je angefangene Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk ggf. abweichend).

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

Weitere kostenlose Informationen zu diesem und vielen weiteren Themen finden Interessierte auch in der Infothek von www.senioren-kompass.de


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