Archiv des Tags ‘Studie’

Teilnehmer für Online-Studie gesucht

Sonntag, den 19. Juli 2009

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
hiermit möchten wir, das Institut für Psychogerontologie, Sie auf eine neue Studie auf unserem Internetportal GEROTEST aufmerksam machen, für die wir noch Teilnehmer und Teilnehmerinnen suchen. In der Studie Beziehungspflege geht es darum, welchen Einfluss Aspekte wie Gesundheit, persönliche Einstellungen und Eigenschaften sowie Beziehungsqualität auf Pflegeentscheidungen haben. Uns interessiert dabei besonders, wie man mit der potentiellen oder aktuellen Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen umgeht.

Der Link zur Studie lautet: http://www.gerotest.geronto.uni-erlangen.de/care/Beziehungspflege.php

Die Bearbeitung des Fragebogens nimmt ca. 25 Minuten in Anspruch. Am Anschluss der Studie erhalten Sie eine individuelle Rückmeldung zu Ihren Ergebnissen. Teilnehmen kann dabei jeder, der einen Internetzugang hat. Die Daten werden anonymisiert erhoben und vertraulich behandelt.

Bei offenen Fragen wenden Sie sich bitte per EMail an Frau Margund Rohr: rohr@geronto.uni-erlangen.de
Wir würden uns freuen, Sie als Teilnehmer zu gewinnen!

Quelle:

Dipl.-Psych. Margund Rohr
Institut für Psychogerontologie
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Nägelsbachstr.25
91052 Erlangen

Studie über pflegende Angehörige

Sonntag, den 20. Mai 2007

Bremen - Die gesundheitspolitische Forderung ist klar: ambulant statt stationär. So wird auch bei Schwerstpflegebedürftigen vermehrt auf pflegende Angehörige und High-Tech Home Care (HTHC) gesetzt. Mit dem fast unerforschten Bereich der häuslichen Pflege bei Patienten, die in ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten bis hin zur Ausbildung eines Wachkomas sehr stark eingeschränkt sind, beschäftigt sich Dr. Julia Lademann in ihrer Dissertation. Das Fazit: medizinisch-technische Geräte müssen an die Nutzer angepasst sein und professionelle Pflegedienste sollten sich mehr auf beratende und organisierende Tätigkeiten konzentrieren.

Die Wissenschaftlerin vom Institut für Public Health und Pflegeforschung, Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaft, der Universität Bremen legte den Fokus der qualitativen Studie auf die pflegenden Angehörigen. Diese sind sowohl Nutzer als auch Leistungserbringer im System. Sie bedienen medizinisch-technische Geräte, ohne die die Pflegebedürftigen nicht überleben können. Dabei eignen sie sich im Umgang mit den Apparaten ein Expertenwissen an. Hilfsmittel werden vor allem dann als nützlich eingeschätzt, wenn sie ihre Funktion sicher erfüllen und gut in den Alltag integriert werden können. Mit dem Wissen, dass die subjektiv eingeschätzte Nützlichkeit der Apparate für die Pflegenden den gleichen Stellenwert hat, wie der medizinische Nutzen, können in Zukunft Hilfsmittel besser den Nutzern angepasst werden. Die Erfahrungen der Pflegenden sind eine wertvolle Hilfe beim Anpassen der Geräte an den Bedarf und den Alltag der Intensivpflegebedürftigen.

In der häuslichen Pflege von Schwerstpflegebedürftigen leisten die Angehörigen zumeist eine Rund-um-die-Uhr-Pflege. Professionelle Pflegekräfte sollen sie dabei unterstützen und entlasten. In der Realität entsteht allerdings eine Konkurrenzsituation, da sich die Angehörigen zu Experten in der Versorgung ihrer Pflegebedürftigen entwickeln. Deshalb wird in der Studie auf neue Aufgaben der professionellen Pflege hingewiesen. Die Gesundheitswissenschaftlerin empfiehlt professionellen Pflegediensten Schulungs- und Beratungskompetenzen zu entwickeln und Management-, Organisations- und Koordinationsaufgaben zu übernehmen. So können die Angehörigen, die in der häuslichen Pflege die meiste Arbeit übernehmen, wirklich unterstützt werden. Auch der Empowerment-Ansatz, d.h. die Stärkung des Selbstbestimmungsvermögens auf Seiten der pflegenden Angehörigen, kann von den Professionellen noch wesentlich gezielter aufgegriffen werden.

High-Tech Home Care wird durch die zunehmende Ambulantisierung und den technischen Fortschritt im Gesundheitssystem an Bedeutung gewinnen. Die bundesdeutsche Pionierarbeit von Julia Lademann will Ansatzpunkte liefern, um die derzeitige Versorgungssituation im HTHC-Bereich zu optimieren. Die von Professor Petra Kolip betreute Studie wird Ende Mai im Huber-Verlag unter dem Titel „Intensivstation zu Hause. Pflegende Angehörige in High-Tech Home Care“ erscheinen.

Quelle: carelounge.de
Universität Bremen
Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften
Institut für Public Health und Pflegeforschung
Dr. P.H. Julia Lademann
public-health.uni-bremen.de

Studie zur Situation der Altenpflege

Sonntag, den 1. April 2007

Im deutschen Pflegesystem herrschen eklatante Missstände. Zu diesem Ergebnis kommt die TNS Emnid-Studie zur “Pflegesituation in Deutschland” im Auftrag der Marseille-Kliniken AG. Dazu sind erstmals die Betroffenen und Angehörigen von Pflegefällen sowie die Generation 50+ bundesweit befragt worden.
Laut der Emnid-Studie hat bereits jeder fünfte Deutsche in seinem familiären Umfeld einen Pflegefall. Die Angehörigen, die einen alten Menschen betreuen, fühlen sich von Politik und Gesellschaft im Stich gelassen: 65 Prozent der Befragten, die ein Familienmitglied pflegen, kritisieren die mangelhafte Unterstützung.

Fast Dreiviertel der Pflegefälle lebt in den eigenen vier Wänden. Doch nur für ein Drittel reichen die Leistungen der Pflegeversicherung aus, um die Wohnung seniorengerecht anzupassen oder umzubauen obwohl den Bürgern pro Maßnahme 2 557 Euro von der Pflegeversicherung zustehen. Ein Drittel der Befragten gibt als Grund für eine Versorgung zu Hause Geldmangel an. Die Unterbringung in einer Senioreneinrichtung sei ihnen zu teuer. Insgesamt ist die Generation 50+ mit der deutschen Altenpflege deutlich unzufrieden: 55 Prozent kritisieren die aktuelle Situation. Am kritischsten sehen die Befragten insbesondere die Qualität und Professionalität von Pflege. Dabei sind qualifiziertes Pflegepersonal, eine ganzheitliche Betreuungsleistung und eine hohe Pflegequalität die wichtigsten Kriterien für die Auswahl einer geeigneten Senioreneinrichtung.

Über 50 Prozent der Befragten sind im Pflegefall auf die finanzielle Unterstützung der Familie angewiesen. Ein Drittel müsste sogar Sozialhilfe in Anspruch nehmen. Nur jeder Fünfte hat eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. Trotzdem glaubt über die Hälfte der Befragten, gut für das Alter vorgesorgt zu haben. -Einzig plausibler Grund für dieses Wunschdenken: 43 Prozent der über 50-Jährigen fühlen sich über die Pflege in Deutschland immer noch ,schlecht informiert , sagt Klaus-Peter Schöppner, TNS Emnid-Geschäftsführer.

Quelle: Häusliche Pflege  


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